Tiergärten

Tiergärten

Zur herzoglichen Hofhaltung gehörte die Anlage von Tiergärten. Sie waren mit Wild bei weitem überbesetzt. So mussten im „Weißen Thiergarten", der mit 120 bis 130 Hirschen, Rehen und 30 Hirschkälbern bestückt war, in den Sommermonaten täglich l Scheffel Hafer (100-180 Pfund) zugefüttert werden, von Oktober bis Georgii gar 1 1/2 Scheffel.

In diesem Jahre wird sich der Bedarf auf 300 Schffl. belaufen. Da kein Äckerich gewachsen ist, haben die Tiere nichts zu fressen, liest man in einem Bericht des Oberforstamts. An Heu, gutes Heu statt Öhmd, wird für jedes Tier 4 Pfund gefordert, l mal wöchentlich Salz in die Futtertröge, die in den Sulzen stehen.

Dann gab es den „Rehegarden" mit 100 Stück eingefangenen Rehen, den „Rothen Wildprett Garden" in der Gerlinger und Eltinger Huth im Sauhütten Hau, Sandstein, Kleinen Rötelberg und bei der Schwarzen Tafel. Der Garten war erst mit 150 Stück besetzt, später mit 400 bis 500 Stück.

Der „Thann Wildpretts Garden" hatte 250 bis 300 Stück Wild.

Der „Scheckenthiergarten" war anfangs mit vier scheckigen Rehen besetzt, der Bestand wuchs auf 30 Stück an.

Im „Sau-Garten" liefen anfangs neun, später 400 Wildschweine. Er lag in der Botnanger Huth.

Diese sämtlichen Thiergärten hatten inner denen 7 Jahren von 1770 biß 1777 70 859 f, auf Ein Gemein Jahr 10112 f 45 x (den Herzog) gekostet.

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