Tipp des Monats

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Glühbirnen

Tipp des Monats Januar: Alles digital – alles gut?

Jede eingesparte E-Mail und jede nicht durchgeführte Suchanfrage sparen CO2. Auch hier sollte man einen bewussteren Umgang anstreben. Weitere Tipps:

Software
Verwenden Sie grüne Suchmaschinen. Hier gibt es mittlerweile leicht handhabbare Alternativen zu den bekannten Suchmaschinengiganten, mit deren Verwendung Sie beispielsweise Aufforstungen oder den Meeresschutz unterstützen. Auch der Einsatz von Ad-Blockern spart Energie. Internetwerbung erhöht die Auslastung des Prozessors und damit den Stromverbrauch des Computers um bis zu 30% [Quelle: greenITown, 2021].

Hardware
Versetzen Sie Ihren Computer bei einer Pause in den Ruhemodus und aktivieren Sie nicht den Bildschirmschoner. Das spart bei zwei Stunden täglicher Bildschirmarbeit 30 Kilogramm CO2 und 17 Euro im Jahr [Quelle: Deutschland macht’s effizient, 2021, www.bmwi.de]. Nach Gebrauch sollten Sie Computer, Bildschirm und Drucker komplett vom Netz trennen, am besten über eine Steckerleiste, um unnötige Stand-by-Verbrauche zu vermeiden. 

Auch der Router ist ein geheimer Energiefresser. Wenn Sie ihn nicht für Ihr Festnetztelefon brauchen, schalten Sie ihn nachts ab. Ein Router verbraucht zwischen 6 bis 20 Wattstunden. Das sind bei einem energiesparenden Router mit 8 Watt im Dauerbetrieb immer noch 70 Kilowattstunden pro Jahr, bei einem Strompreis von 25 Cent je Kilowattstunde immerhin 17,50 Euro. Wenn möglich sollten Sie bei der Internetnutzung einen stationären Anschluss mit WLAN oder LAN anstatt Mobilfunkdaten nutzen. Diese benötigen nämlich bei der Datenübertragung wesentlich mehr Energie.

Verhalten
Wenn Ihre akkubetriebenen Geräte voll aufgeladen sind, stecken Sie das Netzteil aus. Das spart Strom und schont den Akku.

Reduzieren Sie Ihr Datenvolumen: Löschen Sie alte E-Mails, ungenutzte Accounts oder Abonnements von Newslettern, die Sie sowieso nicht lesen. Fotos, Musik und sonstige große Dateien speichern Sie auf externen Speichermedien statt in der Cloud. Auch wenn es schwerfällt, reduzieren Sie Ihren Social-Media-Konsum. Insbesondere Videos zu schauen oder Bilder hochzuladen verbraucht viel Energie. Wie wäre es daher mit einer persönlichen Internet-Diät-Challenge?

Versuchen Sie zunächst einen Tag in der Woche auf Online-Videodienste zu verzichten. Fällt Ihnen das leicht, erhöhen Sie auf zwei Tage oder verzichten Sie am „Fastentag“ zusätzlich auf Social Media. Alternativ: Gehen Sie beim nächsten Ausflug „back to the 90s“ und setzen sich ein Limit von maximal 24 Fotos. Und diese werden auch nicht willkürlich an alle Kontakte geschickt, sondern nur an ein paar Personen. Auch beim Hochladen auf Social Media beschränken Sie sich auf zwei oder drei Bilder. So können Sie ohne großen Aufwand einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Verursacht werden die CO2-Emissionen durch den hohen Energieverbrauch von Rechenzentren mit ihren Servern, ihrem Storage und ihrer Netzwerkinfrastruktur. Jede Suche und jede E-Mail weniger spart Energie! Zwar werden viele Rechenzentrum schon zumindest teilweise mit erneuerbaren Energien betrieben. Studien gehen jedoch davon aus, dass der Energiebedarf für Rechenzentren stark ansteigen wird. 

Dezember: Mollig warm trotz Energiesparen

Bis zu 100 Entscheidungen, mit denen wir das Klima beeinflussen können, fällen wir täglich. Das beginnt bei der Entscheidung 5 oder 10 Minuten zu duschen, über den Weg zur Arbeit bis hin zum E-Mailschreiben. Mit unseren monatlichen Tipps möchten wir Ihnen eine Hilfestellung geben, wie Sie durch kleine Verhaltensänderungen oder auch etwas größere Maßnahmen zu Hause Ihren persönlichen CO2-Fußabdruck reduzieren können.

Dabei gilt, lassen Sie sich von den Tipps inspirieren. Manche werden Sie ganz leicht umsetzen können, andere sind in Ihrem persönlichen Alltag eventuell nicht integrierbar und wieder andere setzen Sie schon längst um. Es muss nicht immer sofort eine komplette Umstellung sein - schon kleine Veränderungen machen einen Unterschied aus. Das Wichtigste ist: Bleiben Sie motiviert! 

Wärmeenergie stammt in Deutschland immer noch zu knapp 85% aus fossilen Energieträgern, insbesondere Öl und Gas [Quelle: Umweltbundesamt: Erneuerbare Energien in Zahlen]. Langfristig muss es eine Wärmewende zu mehr erneuerbaren Energien geben. Aber es muss nicht direkt der Heizungstausch sein, um Energie einzusparen.

Durch den Ersatz einer alten ungeregelten Pumpe durch eine moderne Hocheffizienzpumpe können über 80% des Stroms eingespart werden. Hocheffizienzpumpen zeichnen sich durch einen niedrigen Energie-Effizienz-Index (EEI) aus. Je niedriger, desto besser. Beim Pumpentausch sollten Sie einen Fachmann hinzuziehen, um beispielsweise auch eine Überdimensionierung der Pumpe zu vermeiden. In Kombination mit einem hydraulischen Abgleich wird der Pumpentausch sogar vom Staat bezuschusst. 

Hydraulischer Abgleich

In einem Zimmer zu heiß, im nächsten zu kalt und ständig dieses Gluckern? Sollte dies der Fall sein, lohnt sich ein hydraulischer Abgleich. Hier wird das Heizsystem wieder richtig angepasst, sodass jeder Heizköper die Menge an warmem Wasser erhält, die er auch benötigt. Damit können Sie bis zu 15 % Energie sparen [Quelle: co2online gemeinnützige Beratungsgesellschaft mbH - Hydraulischer Abgleich: Alle Infos zur Heizungsoptimierung].

Der hydraulische Abgleich ist förderfähig: Förderung von Maßnahmen bei Heizungsoptimierung (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle). Neben dem Pumpentausch können Sie sich in Kombination mit dem hydraulischen Abgleich auch weitere Maßnahmen, wie die Rohrdämmung oder elektronische Thermostatventile, fördern lassen.

Sparen ohne Investition

Natürlich können Sie auch ganz ohne finanziellen Aufwand Heizenergie sparen: Beispielsweise durch die altbekannte Heizungsentlüftung. Die Luft im Wasser beeinträchtigt nämlich die Zirkulation des Heizwassers. Regelmäßiges Entlüften, am besten zweimal pro Jahr, insbesondere zu Beginn der Heizperiode, verhindert diesen Effekt. Einsparungen von 25 Euro pro Jahr sind möglich [Quelle: Energiesparbüchle Baden-Württemberg, 2019, Umweltministerium Baden-Württemberg].


November: Butter bei die Fische! – oder lieber nicht?

Klimakiller Butter – Butter führt immer wieder die Liste der klimaschädlichen Lebensmittel an. Je nach Produktionsart und Berechnungsweise produziert Butter zwischen 9 bis zu 24 Kilogramm CO2 pro Kilogramm. (Es gibt dazu verschiedene Studien, beispielsweise vom ifeu-Institut für Energie-und Umweltforschung Heidelberg (2020): "Ökologische Fußabdrücke von Lebensmitteln und Gerichten in Deutschland".)

Warum verursacht Butter so viel CO2? Ausschlaggebend ist der hohe Milchbedarf. Für 250 Gramm Butter werden ungefähr 5 Liter Milch benötigt. Allein die Futterherstellung für die Milchkühe erzeugt große Mengen an CO2. Hinzu kommen Verarbeitung, Transport und Lagerung. Zudem stoßen Kühe beim Wiederkäuen Methan aus, welches 21-mal klimaschädlicher ist, als CO2. Margarine wird dahingegen aus verschiedenen Pflanzen gewonnen und verursacht deshalb weniger Treibhausgasemissionen.

Butter soll nun aber nicht generell verteufelt werden. Wer nicht ganz verzichten mag, kann sie zumindest sparsamer einsetzen. Zu beachten ist ebenso die Verpackung. Denn auch diese hat einen Einfluss auf die CO2-Bilanz. Bei Margarine sollte man auf in beschichtetes Papier verpackte Produkte zurückgreifen, bei Butter idealerweise Butterpapier oder unverpackt auf dem Wochenmarkt.


Oktober: Lass die Sonne scheinen

Solarthermie produziert kostenlos Wärme für Warmwasser oder sogar zur Heizungsunterstützung. Damit können bis zu 65% der Warmwasseraufbereitungskosten eingespart werden (Quelle: Energiesparbüchle Baden-Württemberg, 2019, Umweltministerium Baden-Württemberg).

Sie haben Interesse an mehr Informationen zur Solarkraft? In der Woche vom 11. bis 16. Oktober 2021 dreht sich in Gerlingen alles rund um die Solarenergie. Im Rahmen des Klimaschutzmanagements der Stadt Gerlingen ist der Ausbau der Sonnenenergienutzung ein wichtiger Baustein, um den Klimaschutz voranzutreiben. Nutzen Sie die Angebote der Solartage, um sich informieren und beraten zu lassen. Merken Sie sich die Termine für unsere Highlight-Events unbedingt vor:

Kostenlose Beratungsstunde per Telefon oder Videochat am Donnerstag 14. Oktober 2021, 09.00-12.00 Uhr
Online-Informationsveranstaltung „Solarthermie: Wärme von der Sonne“ am Donnerstag, 14. Oktober 2021, 18.30-20.00 Uhr


September: Super cool – richtig kühlen

Der Kühlschrank brummt in den meisten Fällen friedlich bei uns zu Hause vor sich hin. Dass er dabei ordentlich Energie verbraucht, kommt uns meistens nicht in den Sinn. Unter den nachfolgenden Tipps werden Ihnen sicher ein paar altbekannt sein, andere werden Sie vielleicht überraschen. Lassen Sie sich inspirieren: Umwelt und Geldbeutel bedanken sich!

Umgebungstemperatur: Auch der Kühlschrank mag es kühl!

Kühlschränke sollten nicht in einer warmen Umgebung stehen. Das heißt, möglichst nicht in direkter Sonneneinstrahlung, an der Heizung, neben dem Ofen oder neben der Spülmaschine. Je höher die Umgebungstemperatur, desto mehr Energie braucht der Kühlschrank, um sein Inneres kühl zu halten: Pro Grad weniger werden 3% Strom gespart!

Noch alles dicht?

Ein undichter Kühlschrank verbraucht deutlich mehr Energie. Wie finden Sie heraus, ob Ihr Kühlschrank dicht ist? Sie sollten beim Öffnen des Kühlschranks ein wenig Kraft aufwenden müssen, da im Kühlschrank durch das Abkühlen der eingeströmten wärmeren Luft stets ein leichter Unterdruck herrscht. Öffnet sich die Tür sehr leicht, ist dies ein Warnsignal. Ebenso, wenn der Kompressor häufiger als normal anspringt. Sie sind sich unsicher? Machen Sie den Taschenlampentest: Verdunkeln Sie den Raum, in dem der Kühlschrank steht. Legen Sie eine eingeschaltete Taschenlampe in den Kühlschrank und schließen Sie diesen. Es sollte kein Licht hindurchscheinen. Wechseln Sie gegebenenfalls die Dichtungen.

Ein leerer Kühlschrank ist ein teurer Kühlschrank

Das soll natürlich nicht dazu anregen, übermäßig Lebensmittel zu kaufen, die nachher in der Mülltonne landen. Füllen Sie den Kühlschrank lieber mit Saft- oder Milchpackungen. Diese geben als Kältespeicher ihre Kälte wieder an die zugeströmte Warmluft ab. Bei einem leeren Kühlschrank entweicht zudem mehr gekühlte Luft. 

Keine Eiszeit im Eisfach

Tauen Sie Eisschichten im Gefrierfach spätestens ab einer Dicke von 3 Millimeter ab. Bereits ab 5 Millimeter Vereisung erhöht sich der Strom­verbrauch Ihres Kühl­schranks um ungefähr 30%. Das Eis an den Wänden wirkt isolierend, die Kühlleistung kann abnehmen, während der Energieverbrauch steigt. Zudem gilt: Im Eisfach sind -18°C ausreichend, im Kühlschrank 7°C. Gegenüber den häufig eingestellten 5°C können so jährlich bis zu 15% Strom beim Kühlschrank gespart werden. Erhöhen Sie die Temperatur um 1°C, spart das circa 9 Kilogramm CO2 im Jahr (Quelle: www.deutschland-machts-effizient.de (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)).

Richtiges Befüllen will gelernt sein

Lagern Sie Ihre Lebensmittel richtig, sodass diese länger frisch bleiben. Am kühlsten ist es über dem Gemüsefach, hier am besten Fleisch, Wurst und Fisch lagern. Milchprodukte fühlen sich hingegen auch in den mittleren Fächern wohl. Ganz nach oben dürfen Kuchen, Soßen und Marmelade. Extratipp: Holen Sie gefrorene Lebensmittel frühzeitig aus dem Gefrierfach und tauen Sie diese im Kühlschrank auf. So nutzen Sie die freiwerdende Kälte und sparen Energie. Ein weiterer Vorteil: Bakterien vermehren sich weniger schnell während des Auftauens. Warme Speisen sollten Sie hingegen nur vollständig abgekühlt in den Kühlschrank legen, da dieser sonst extra Kühlleistung aufbringen muss.

Abstand halten bitte

Idealerweise sollte der Kühlschrank mindestens 5 Zentimeter Abstand zur Wand haben. An der Rückseite des Kühlschranks befindet sich die Lüftungsöffnung. Ist diese zugestellt, wird die Abwärme nicht abgeführt, das Kühlgerät erwärmt sich und der Kühlschrank benötigt wiederum mehr Energie zum Kühlen.

Kühlschrank-Kehrwoche

Eine regelmäßige Reinigung der Türdichtungen sowie das Abstauben des Wärmetauschers alle ein bis zwei Jahre unterstützt die Lebensdauer und hält den Energieverbrauch geringer.

Tür zu, es zieht!

Die Kühlschranktür ist auf, Kälte entweicht. Je länger die Tür geöffnet ist, desto mehr Kälte strömt aus. Deshalb lieber vorher überlegen, was man eigentlich gerade holen oder naschen wollte.


Kontakt

Frau Alexandra Graf

Klimaschutzmanagerin

Rathausplatz 1
70839 Gerlingen
Telefon (0 71 56) 2 05-83 01
Raum 301