Tipp des Monats

Tipp des Monats

Glühbirnen

Bis zu 100 Entscheidungen, mit denen wir das Klima beeinflussen können, fällen wir täglich. Das beginnt bei der Entscheidung 5 oder 10 Minuten zu duschen, über den Weg zur Arbeit bis hin zum E-Mailschreiben. Mit unseren monatlichen Tipps möchten wir Ihnen eine Hilfestellung geben, wie Sie durch kleine Verhaltensänderungen oder auch etwas größere Maßnahmen zu Hause Ihren persönlichen CO2-Fußabdruck reduzieren können.

Dabei gilt, lassen Sie sich von den Tipps inspirieren. Manche werden Sie ganz leicht umsetzen können, andere sind in Ihrem persönlichen Alltag eventuell nicht integrierbar und wieder andere setzen Sie schon längst um. Es muss nicht immer sofort eine komplette Umstellung sein - schon kleine Veränderungen machen einen Unterschied aus. Das Wichtigste ist: Bleiben Sie motiviert! 

Tipp des Monats September: Super cool – richtig kühlen

Der Kühlschrank brummt in den meisten Fällen friedlich bei uns zu Hause vor sich hin. Dass er dabei ordentlich Energie verbraucht, kommt uns meistens nicht in den Sinn. Unter den nachfolgenden Tipps werden Ihnen sicher ein paar altbekannt sein, andere werden Sie vielleicht überraschen. Lassen Sie sich inspirieren: Umwelt und Geldbeutel bedanken sich!

Umgebungstemperatur: Auch der Kühlschrank mag es kühl!

Kühlschränke sollten nicht in einer warmen Umgebung stehen. Das heißt, möglichst nicht in direkter Sonneneinstrahlung, an der Heizung, neben dem Ofen oder neben der Spülmaschine. Je höher die Umgebungstemperatur, desto mehr Energie braucht der Kühlschrank, um sein Inneres kühl zu halten: Pro Grad weniger werden 3% Strom gespart!

Noch alles dicht?

Ein undichter Kühlschrank verbraucht deutlich mehr Energie. Wie finden Sie heraus, ob Ihr Kühlschrank dicht ist? Sie sollten beim Öffnen des Kühlschranks ein wenig Kraft aufwenden müssen, da im Kühlschrank durch das Abkühlen der eingeströmten wärmeren Luft stets ein leichter Unterdruck herrscht. Öffnet sich die Tür sehr leicht, ist dies ein Warnsignal. Ebenso, wenn der Kompressor häufiger als normal anspringt. Sie sind sich unsicher? Machen Sie den Taschenlampentest: Verdunkeln Sie den Raum, in dem der Kühlschrank steht. Legen Sie eine eingeschaltete Taschenlampe in den Kühlschrank und schließen Sie diesen. Es sollte kein Licht hindurchscheinen. Wechseln Sie gegebenenfalls die Dichtungen.

Ein leerer Kühlschrank ist ein teurer Kühlschrank

Das soll natürlich nicht dazu anregen, übermäßig Lebensmittel zu kaufen, die nachher in der Mülltonne landen. Füllen Sie den Kühlschrank lieber mit Saft- oder Milchpackungen. Diese geben als Kältespeicher ihre Kälte wieder an die zugeströmte Warmluft ab. Bei einem leeren Kühlschrank entweicht zudem mehr gekühlte Luft. 

Keine Eiszeit im Eisfach

Tauen Sie Eisschichten im Gefrierfach spätestens ab einer Dicke von 3 Millimeter ab. Bereits ab 5 Millimeter Vereisung erhöht sich der Strom­verbrauch Ihres Kühl­schranks um ungefähr 30%. Das Eis an den Wänden wirkt isolierend, die Kühlleistung kann abnehmen, während der Energieverbrauch steigt. Zudem gilt: Im Eisfach sind -18°C ausreichend, im Kühlschrank 7°C. Gegenüber den häufig eingestellten 5°C können so jährlich bis zu 15% Strom beim Kühlschrank gespart werden. Erhöhen Sie die Temperatur um 1°C, spart das circa 9 Kilogramm CO2 im Jahr (Quelle: www.deutschland-machts-effizient.de (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)).

Richtiges Befüllen will gelernt sein

Lagern Sie Ihre Lebensmittel richtig, sodass diese länger frisch bleiben. Am kühlsten ist es über dem Gemüsefach, hier am besten Fleisch, Wurst und Fisch lagern. Milchprodukte fühlen sich hingegen auch in den mittleren Fächern wohl. Ganz nach oben dürfen Kuchen, Soßen und Marmelade. Extratipp: Holen Sie gefrorene Lebensmittel frühzeitig aus dem Gefrierfach und tauen Sie diese im Kühlschrank auf. So nutzen Sie die freiwerdende Kälte und sparen Energie. Ein weiterer Vorteil: Bakterien vermehren sich weniger schnell während des Auftauens. Warme Speisen sollten Sie hingegen nur vollständig abgekühlt in den Kühlschrank legen, da dieser sonst extra Kühlleistung aufbringen muss.

Abstand halten bitte

Idealerweise sollte der Kühlschrank mindestens 5 Zentimeter Abstand zur Wand haben. An der Rückseite des Kühlschranks befindet sich die Lüftungsöffnung. Ist diese zugestellt, wird die Abwärme nicht abgeführt, das Kühlgerät erwärmt sich und der Kühlschrank benötigt wiederum mehr Energie zum Kühlen.

Kühlschrank-Kehrwoche

Eine regelmäßige Reinigung der Türdichtungen sowie das Abstauben des Wärmetauschers alle ein bis zwei Jahre unterstützt die Lebensdauer und hält den Energieverbrauch geringer.

Tür zu, es zieht!

Die Kühlschranktür ist auf, Kälte entweicht. Je länger die Tür geöffnet ist, desto mehr Kälte strömt aus. Deshalb lieber vorher überlegen, was man eigentlich gerade holen oder naschen wollte.

Kontakt

Frau Alexandra Graf

Klimaschutzmanagerin

Rathausplatz 1
70839 Gerlingen
Telefon (0 71 56) 2 05-83 01
Raum 301