Woche der Demenz: Informieren, begegnen, Verständnis stärken
Demenz betrifft viele Menschen – oft früher, als erwartet. Sie ist keine Frage des Alters und kann in jeder Lebensphase auftreten. Um über das Thema aufzuklären, Vorurteile abzubauen und Begegnungen zu ermöglichen, lädt der Landkreis Ludwigsburg im Rahmen der Woche der Demenz vom 18. bis 27. September 2026 zu zahlreichen Veranstaltungen ein.
Unter dem Motto „Demenz – (k)eine Frage des Alters“ stehen Information, Austausch und ein offener Umgang mit der Erkrankung im Mittelpunkt. Die Angebote richten sich an Menschen mit Demenz, Angehörige, Fachkräfte und alle Interessierte.
Auftaktveranstaltung am 18. September
Die Auftaktveranstaltung zur Woche der Demenz findet am Freitag, 18. September 2026, von 16:30 bis 18:00 Uhr im Großen Sitzungssaal im Kreishaus, Hindenburgstraße 40, in Ludwigsburg statt.
Im Vortrag „Demenz – (k)eine Frage des Alters“ verdeutlicht Christina Kuhn, Geschäftsführerin von Demenz Support Stuttgart und Leiterin einer Selbsthilfegruppe für Menschen mit Vergesslichkeit, dass Demenz weit mehr ist als eine Erkrankung im hohen Alter. Sie informiert über das Leben mit einer Demenzdiagnose, Möglichkeiten der Unterstützung und darüber, wie ein gutes Leben mit Demenz gelingen kann.
Begleitend informieren der Pflegestützpunkt des Landkreises und der Unterstützerkreis für Menschen mit Vergesslichkeit über regionale Beratungs- und Unterstützungsangebote. Im Anschluss besteht Gelegenheit zum persönlichen Austausch.
Der Eintritt ist kostenfrei. Um Anmeldung bis 17. September 2026 wird gebeten unter Telefonnummer 07141 144-2463 oder per E-Mail an altenhilfe@landkreis-ludwigsburg.de.
Angebote in Gerlingen
Einblicke gewinnen. Mitmachen. Austauschen.
Am Samstag, 19. September 2026, bietet der Pflegeverbund Strohgäu-Glems gemeinnützige GmbH von 10:00 bis 13:00 Uhr einen Tag der offenen Tür in der Tagesstätte Träuble.
Erleben Sie die Arbeit mit Menschen mit Demenz hautnah. Mit Sinnes- und Erinnerungsstationen, kreativen Mitmachangeboten, Einblicken in den Alltag, biografischer Aktivierung sowie eine Infoecke für Angehörige und Interessierte.
Vorsorge treffen: Vortrag und Fragerunde
Am Dienstag, 22. September 2026, bietet das Altenhilfezentrum Breitwiesenhaus von 17:30 bis 19:30 Uhr einen Vortrag zum Thema Vollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung.
Bei schwerer Erkrankung, nach einem Unfall oder bei Pflegebedürftigkeit ist die Frage zu klären, wer rechtsverbindliche Erklärungen und Entscheidungen vornehmen und persönliche Angelegenheiten regeln kann, wenn es für eine Person selbst nicht mehr möglich ist. Eine rechtzeitige und gute Vorsorge gibt allen Beteiligten Handlungssicherheit.
Die TIB Sozialberatung Ludwigsburg e. V. informiert über Bedeutung, Möglichkeiten und Geltungsbereiche der Patientenverfügung, Ehegattenvertretungsrecht, Vorsorgevollmacht und gesetzlichen Betreuung. Sie stellt Formales und Formulierungen beispielhaft vor und beschreibt deren Handhabung. Nach dem Vortrag ist Raum für Fragen vorhanden.
Medien zum Thema in der Stadtbücherei
Bis 26. September finden Sie im 1. Obergeschoss der Stadtbücherei einen speziell zusammengestellten Büchertisch. Die Auswahl umfasst fundierte Ratgeber und Infomaterialien für Betroffene und Angehörige, bewegende Biografien sowie gezielte Beschäftigungsideen und Kurzgeschichten für Menschen mit Demenz.
Kommen Sie vorbei und stöbern Sie durch das Angebot!
Informationen und Programmheft
Die Woche der Demenz wird vom Landkreis Ludwigsburg gemeinsam mit Städten und Gemeinden, Pflegeeinrichtungen, Fachstellen und ehrenamtlich Engagierten organisiert.
Das vollständige Programmheft liegt im Kreishaus, in den Rathäusern ( unter anderem Gerlingen ) und Pflegestützpunkten des Landkreises sowie bei den Kooperationspartnern aus und steht außerdem auf der Internetseite des Landkreises Ludwigsburg zum Download bereit.
Pflegestützpunkt: Offene Sprechstunde im FAZ
Der Pflegestützpunkt ist eine wohnortnahe Beratungsstelle rund um das Thema Pflege, beispielsweise Fragen zum Pflegegrad, Leistungen der Pflegeversicherung, Leistungsanbieter, Unterstützungsangebote, Finanzen, Behinderung, Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf und vieles mehr.
Je nach Bedarf bietet der Pflegestützpunkt auch individuelle Begleitung an, um die richtige Form der Unterstützung zu finden und unterstützt dabei die entsprechenden Anträge zu stellen. Der Pflegestützpunkt bietet Beratungen telefonisch, vor Ort und in der Häuslichkeit an. Die Beratung erfolgt neutral, kostenlos und unter Einhaltung der Schweigepflicht.
Familienzentrum im Gehenbühl
Sprechstundenbüro I
Malvenweg 33
70839 Gerlingen
Offene Sprechstunde am Montag von 13:30 bis 16:00 Uhr im Familienzentrum.
Weitere Termine sind nach telefonischer Absprache möglich.
Tel.: 07141 144-2465
E-Mail: psp@landkreis-ludwigsburg.de
Bitte melden Sie sich für eine persönliche Beratung vorab telefonisch an, damit wir genügend Zeit für Sie haben.
Rechtliche Betreuung und Betreuungsbehörde Landkreis Ludwigsburg
Die Betreuungsbehörde ist für Sie der Ansprechpartner, wenn Sie frühzeitig für den Notfall (beispielsweise durch Krankheit, Unfall etc.) vorsorgen möchten. Ob jung oder alt – ab Ihrem 18. Geburtstag können Sie bereits heute mit einer Vorsorgevollmacht eine Vertrauensperson Ihrer Wahl ermächtigen, im Bedarfsfall rechtsverbindlich für Sie zu handeln. Die Bestellung eines rechtlichen Betreuers wird dadurch in der Regel nicht erforderlich.
Die Betreuungsbehörde bietet eine allgemeine Beratung rund um das Thema Vollmacht (keine Rechtsberatung!) und gesetzliche Betreuung an. Es besteht die Möglichkeit, die eigene Vollmacht durch die Mitarbeitenden der Betreuungsbehörde öffentlich beglaubigen zu lassen. Eine vorherige Terminvereinbarung ist erforderlich.
Familienzentrum im Gehenbühl
Sprechstundenbüro I
Malvenweg 33
70839 Gerlingen
Offene Sprechstunde am Dienstag von 14 bis 16 Uhr im Familienzentrum
Außerhalb der Sprechstunde sind Termine nach Vereinbarung möglich.
Bei Fragen und zur Terminvereinbarung erreichen Sie Frau Estler telefonisch unter 07141-144-43560 oder per E-Mail an betreuungsbehoerde@landkreis-ludwigsburg.de.
Seniorenarbeit der Stadt Gerlingen
Die Gerlinger Seniorenarbeit wird von zahlreichen Menschen getragen und ist so vielfältig, wie die Menschen die dahinterstehen. Angesichts des demographischen Wandels – bereits heute ist circa ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland 60 Jahre und älter – ist es besonders wichtig, das Altern neu zu definieren und im Gemeindeleben die vielen Gesichter des Alterns zu fördern und miteinzubeziehen. Den demographischen Wandel als Herausforderung und Chance zu begreifen.
Altern – das bedeutet heute etwas ganz anderes als noch vor wenigen Generationen. Viele Jahre, oft sogar Jahrzehnte des Ruhestands werden aktiv und in bester Gesundheit verbracht. Diese sogenannten „jungen Alten“ haben ganz andere Wünsche und Bedürfnisse als etwa die Gruppe der Hochbetagten. Die Fragestellungen, die sich im Alter – und somit in einer Zeitspanne von mehreren Jahrzehnten ergeben – sind sehr unterschiedlich. Aber eines ist für alle wichtig: Möglichst unabhängig, selbstbestimmt und in Würde altern zu können.
Aufgabe der kommunalen Seniorenarbeit ist es, Sie darin zu unterstützen, Sie zu beraten und entsprechende Hilfestellungen und Angebote zu schaffen. Ansprechpartner zu sein für alle Bedürfnisse und Fragen, angefangen bei den Wünschen der „jungen Alten“ sich im Gemeinwesen zu engagieren, Kultur und Freizeit aktiv zu erleben und zu gestalten, Vorsorge zu treffen, bis hin zu den Bedürfnissen der Hochbetagten nach Beratung und helfenden Angeboten sowie die Unterstützung und Würdigung der Menschen, die sich kümmern – etwa der pflegenden Angehörigen und der vielen weiteren Engagierten im Bereich der Seniorenarbeit.



