Podiumsgespräch: 80 Jahre Vertreibung der Deutschen aus Ungarn
Aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln werden am Dienstag, 15. September 2026, ab 18:00 Uhr die Vertreibung der Deutschen aus Ungarn, deren Ansiedlung und Integration in Gerlingen sowie die Bedeutung dieser Ereignisse für die heutige Zeit beleuchtet.
Programm
Grußwort
Dirk Oestringer, Bürgermeister der Stadt Gerlingen
Podium
Albrecht Sellner, Bürgermeister der Stadt Gerlingen a. D.
Dr. András Izsák, Generalkonsul von Ungarn in Stuttgart
Joschi Ament, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn
Moderator
Klaus Herrmann, Leiter des Stadtarchivs Gerlingen
Ort
Im Sitzungssaal des Rathauses Gerlingen.
Mit anschließendem Umtrunk.
Der Eintritt ist frei, ohne Anmeldung.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Sonderausstellung "80 Jahre Vertreibung der Deutschen aus Ungarn"
Vor 80 Jahren verloren mehr als 200.000 Ungarndeutsche durch Vertreibung ihre Heimat und mussten in Deutschland einen schwierigen Neuanfang wagen. Die Ausstellung im Stadtmuseum widmet sich diesem prägenden Kapitel der europäischen Nachkriegsgeschichte.
Mittlerweile gibt es kaum noch Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die von diesen Erfahrungen berichten können. Umso bedeutsamer sind die persönlichen Aufzeichnungen der Betroffenen, die ihre Geschichte für nachfolgende Generationen bewahren.
Im Mittelpunkt der Gerlinger Schau stehen authentische Briefe der Vertriebenen aus den Jahren 1946 bis 1979, die im Freiburger Institut für Kulturanalyse der Deutschen des östlichen Europas aufbewahrt werden. Ergänzt durch Fotografien, Dokumente, Alltagsobjekte und originale Tonaufnahmen zeichnen sie ein vielschichtiges Bild des Alltags und der Lebensbedingungen nach der Vertreibung.
Zugleich richtet die Ausstellung den Blick auf die lokale Geschichte: Tausende Vertriebene fanden nach dem Zweiten Weltkrieg in Gerlingen eine neue Heimat und prägten die Stadt nachhaltig.
Die Ausstellung ist bis 31. Januar 2027 zu sehen.

