Städtepartnerschaften

Städtepartnerschaften Gerlingen

Die Stadt Gerlingen pflegt drei lebendige Städtepartnerschaften mit Vesoul (Frankreich), Tata (Ungarn) und Seaham (England) sowie eine Städtefreundschaft mit Gefell (Vogtland).

Vesoul (Frankreich) seit 1964

    Bienvenue à Gerlingen!

    Ansprechpartnerin im Rathaus Gerlingen für Vesoul:
    Anja Frohnmaier, Tel. 07156/205-7102, E-Mail-Kontakt





Tata (Ungarn) seit 1987

Flagge_ungar

    Üdvözöljük Gerlingenben!

    Ansprechpartnerin im Rathaus Gerlingen für Tata:
    Anja Frohnmaier, Tel. 07156/205-7102, E-Mail-Kontakt



Seaham (England) seit 1988

Flagge_englisch

    Welcome to Gerlingen!

    Ansprechpartnerin im Rathaus Gerlingen für Seaham:
    Birthe Sengotta, Tel. 07156/205-8102,  E-Mail-Kontakt

    Learn more about the Gerlingen-Seaham Friendship

Stadt Gefell im Vogtland

Gefell Logo klein

Seit über 40 Jahren bestehen Kontakte zwischen den Kirchengemeinden der Städte Gerlingen und Gefell. Die Städtefreundschaft wurde 2008 in einem Freundschaftsvertrag zw. den Stadtverwaltungen besiegelt.

Ansprechpartnerin im Rathaus Gerlingen für Gefell:
Anja Frohnmaier, Tel. 07156/205-7102, E-Mail-Kontakt

Patenschaft für die LdU

1969 hat die Stadt Gerlingen die Patenschaft für die Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn übernommen. Die Ungarndeutschen waren in den 50er und 60er Jahren ganz wesentlich am Aufbau der aufstrebenden jungen Stadt Gerlingen beteiligt. Heute sind sie vollkommen in das städtische Leben integriert. Die jährlichen "Ungarndeutschen Kulturtagungen" sowie der Bundesschwabenball in Gerlingen haben inzwischen Tradition.

Ansprechpartnerin im Rathaus Gerlingen für die LdU:
Elke Siegle, Tel. 07156/205-8103, E-Mail-Kontakt

Stafettenlauf Seaham zum 30-Jahr-Jubiläum im Jahr 2018

Die Planungen zum Stafettenlauf von Freitag, 6. Juli 2018, bis Freitag, 13. Juli 2018, anlässlich des 30-Jahr-Jubiläums mit der Partnerstadt Seaham laufen auf Hochtouren. In der Präsentation (6,917 MB) gibt es Details zu Partnerstadt, Streckenverlauf und Einteilung der Teams. Zur Etappenbeschreibung in England vom 10. bis 13. Juli geht es hier (3,115 MB).

Schüleraustausch mit der Partnerstadt Vesoul 2018

Am Montag, 4. Juni 2018, kamen unsere Vesouler Gastschüler/innen gegen 16 Uhr in Gerlingen an und wurden bei sommerlicher Hitze im Foyer des Gymnasiums von Frau Koch-Haßdenteufel begrüßt, unterstützt von ihrer Vesouler Kollegin Madame Aubry. Da sich alle schon kannten, ging es zügig in die Gastfamilien, um den Abend gemeinsam zu verbringen.

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Am Dienstag, 5. Juni, verbrachten wir den Vormittag in der Sporthalle und anschließend im Schwimmbad, wo uns viele gemeinsame Aktivitäten angeboten wurden.

Viel Spaß im Gerlinger Hallenbad


Zum Mittagessen im Foyer in der Stadthalle spendierte uns die Stadt Pizza. Nachmittags fuhren wir mit drei Bussen in den Wildpark nach Pforzheim, wo wir uns gemeinsam einen schönen Nachmittag machten.

Ein schönes Wanderziel: Schloss Solitude

Nachdem am Mittwoch, 6. Juni, das Gepäck unserer Vesouler Freunde im Bus verstaut war, wurden wir auf die Schillerhöhe gebracht, wo wir unsere Wanderung zum Schloss Solitude starteten.

Weiter ging es durch den Wald zur Gerlinger Feuerwehr. Nach einem kleinen Snack hieß es dann schon wieder "Au revoir".

Gerlinger Besuch in Vesoul vom 14. bis 16. Mai 2018

Am Montag, 14. Mai 2018, starteten gegen 8.30 Uhr zwei Busse mit insgesamt 59 Sechstklässlern von der Realschule und dem Robert-Bosch-Gymnasium Gerlingen in Richtung Frankreich. Erste Station im Elsass war gegen 12 Uhr die Festung Hochkönigsburg, die wir im Nebel besichtigten.

Gerlinger Schülerinnen und Schüler zu Gast in Frankreich


Noch vor 16 Uhr kamen wir aufgeregt in Vesoul an, wo uns gleich darauf unsere AustauschschülerInnen vorgestellt wurden. Anschließend wurden wir von der Ersten Beigeordneten der Stadt Vesoul, Marie-Dominique Aubry, begrüßt, und bekamen einen kleinen Snack sowie zur Erinnerung ein T-Shirt. Dann verabschiedeten sich alle von ihren Lehrern, um den Abend mit ihren Gastfamilien zu verbringen.

Begrüßung mit Mme Aubry von der Partnerstadt Vesoul


Am Dienstag trafen wir uns um 8 Uhr im Collège Gérôme und jeder konnte von den ersten Erlebnissen in der französischen Gastfamilie berichten. Leider wurden wegen des Wetters die Aktivitäten am Vesouler See gestrichen, so dass wir den Vormittag mit sportlichen Aktivitäten verbrachten. Das Picknick nahmen wir auf der Tribüne der Turnhalle ein. Nachmittags fuhren wir mit drei Bussen zum Château Champlitte. Hier erfuhren wir, wie die Menschen im 19. Jahrhundert lebten.

Sportliche Aktivitäten während der Regentage


Als wir am Mittwoch morgens das Gepäck im Bus verstauten, regnete es zeitweise heftig und wir machten uns auf den Weg zur Schule, um den Vormittag im Trockenen zu verbringen. Bei der anschließenden Shoppingtour durch die Vesouler Fußgängerzone regnete es nicht mehr. Um 12 Uhr verabschiedeten wir uns von unseren neuen Freunden und stiegen wieder in unsere Busse ein. Die (sehr lange!) Heimfahrt verbrachten wir mit Erzählen, Spielen und Winken.

Bericht und Fotos: Susanne Martinot


Die Ehrenplakette gehört allen Bürgerinnen und Bürgern

Starke Fundamente für eine europäische Sichtweise sind gelegt. Am 30. Juli 1999 erhielt Gerlingen die Ehrenplakette des Europarates. Nur sieben Kommunen oder Gebietskörperschaften gehörten europaweit 1999 zu diesem erlauchten Kreis, darunter auf deutscher Seite Frankfurt/Oder und der Kreis Unna. Gerlingen ist also in bester Gesellschaft.

Albrecht Sellner, inzwischen Bürgermeister im Ruhestand, sagte bei der Verleihung: "Diese Plakette gehört allen Gerlinger Bürgern". Sein Nachfolger Georg Brenner kann auf feste Fundamente bauen wenn es darum geht, die Gerlinger "Europapolitik" der vergangenen Jahrzehnte fortzusetzen und kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Lebendige Partnerschaften

Seit 1964 besteht eine Städtepartnerschaft zwischen Gerlingen und der französischen Departement-Hauptstadt Vesoul in der Region Bourgogne-Franche-Comté. Noch bevor der Eiserne Vorhang fiel, wurde 1987 der Kontakt mit Tata (Ungarn) aufgebaut. Ein Jahr später folgte die bis heute andauernde Liaison mit der nordenglischen Hafenstadt Seaham. Doch offizielle Verträge und Absichtserklärungen sind noch lange kein Garant für eine lebendige Politik. Die Gerlinger wollen und sollen die Partnerschaft hautnah erleben.

Natürlich wird den Gästen bei Ausflügen das "Ländle" von seiner besten Seite gezeigt. Heute aber ist das Programm für die Besuchergruppen aus den Partnerstädten längst mehr als nur die Aneinanderreihung touristischer Highlights. Zwar fließt der Neckar fast vor der Haustür vorbei, Heidelberg ist auch nicht weit und gute Trollinger-Tropfen gibt es gleich am Ort.

Aber wer in Gerlingen für ein paar Tage seine Bleibe sucht, beginnt diese Stadt zu schätzen und zu lieben. Den traditionellen Straßen- und Musikfesten fehlt ohne die Freunde aus Seaham etwas. Dem Solitudelauf geben die Athleten aus Tata und Vesoul internationales Flair. Ausstellungen im Rathaus mit Gobelins aus Ungarn und Karikaturen aus England sind selbstverständlich geworden.

Reger Einsatz und Austausch

Für die Stadtverwaltung bedeuten die Aktivitäten ein gerüttelt Maß an Mehrarbeit. Da ist der Gang zum Optiker mit einem Gast, dessen Brille bei einer Stocherkahnfahrt bei Tübingen über Bord ging, nur eine Kleinigkeit. Der Grünplanungsreferent der Stadt verlagert kurzzeitig für den Bau eines Stadtgartens in Tata sein Büro in ungarische Gefilde. Erzieherinnen wechseln im Austausch über den Rhein ihr Tätigkeitsfeld.

In vielen Fällen gibt die Stadt aber nur noch die Initialzündung für das Geschehen. Denn der Motor läuft inzwischen auch ohne glühende Telefone der Verwaltungen rund. Zwar gibt es wie mit Vesoul regelmäßig gemeinsame Kommissionssitzungen, bei denen nach den Schnittpunkten französischer und deutscher Kommunalpolitik gesucht wird. Viel wichtiger aber bleibt der Kontakt auf unterer Ebene.

Wesentliche Voraussetzung dafür ist die Unterbringung der Gäste in Gerlinger Familien. Wenn zweimal im Jahr die Busse aus Seaham eintreffen, gleicht das Hauptamt zeitweilig mehr einem Reisebüro als einer Verwaltungsbehörde. Aber die Mühe lohnt sich, denn Gerlinger und Gäste lernen sich am gemeinsamen Frühstückstisch am besten kennen.

Selbst die Gastronomen profitieren von der Partnerschaft, sind sie doch auf den Geschmack gekommen. Wer sich für die Küche der Gastländer interessierte, der wurde bei einer französischen, ungarischen oder Seahamer Woche gut bedient.

Partnerschaftliche Bindungen

Für Gerlingen sind die Partnerschaften inzwischen weit mehr als gemeinsame Konzerte und Feierlichkeiten. In den Adressdateien für die Einladungen finden sich schon lange neben Gerlinger Namen auch die der Freunde aus dem Ausland. Und wenn ein Auszubildender aus Tata einen Praktikumsplatz beim schwäbischen Partner sucht, hilft die einheimische Wirtschaft weiter. Speziell für solche Fälle stehen von städtischer Seite aus zwei "Partnerschaftswohnungen" zur Verfügung, die nur selten leer stehen.

Eine "willkommene Folge" der länderübergreifenden Kontakte: Nach dem Orkan "Lothar" kam ein Liefervertrag zwischen einem elsässischen Sägewerk und der Stadt zustande, die ein Riesenareal Wald ihr Eigen nennt. Und die "Messe 2000", stolze Heerschau des Gerlinger Handwerks und Gewerbes, fand unter großer Beteiligung der Partnerstädte statt.

Mitgliedschaften der Stadt Gerlingen

Gerlingen ist offiziell Mitglied des deutsch-französischen Instituts in Ludwigsburg, der deutsch-ungarischen Gesellschaft in Stuttgart und der deutsch-englischen Gesellschaft in Bonn. Schon lange sind wir die Patenstadt der Landsmannschaft der Ungarndeutschen für ganz Baden-Württemberg. Denn viele Gerlinger und Gerlingerinnen haben ungarische Wurzeln, haben doch ihre Vorfahren nach dem Krieg in dem damaligen kleinen Dorf Gerlingen ihre neue Heimat gefunden. Ein Verein der "Freunde für Tata" ist Ausdruck der engen Beziehungen zu dem Nachbarn im Osten.

Sichtweise für morgen

Regelmäßige Beziehungen zum Ausland gehören in Gerlingen dazu. Der Gemeinderat steht dahinter, die Bürger machen mit. Weil Gerlinger Missionare im 19. Jahrhundert in Afrika Spuren hinterließen und dort großen Eindruck machten, wird der Kontakt mit dem Kroboland in Ghana aufrechterhalten. Im Sommer 1999 weilte König Nene Sackitey II. unter der Schillerhöhe. Projekte der Entwicklungshilfe wurden angestoßen.

Mit einer Schule im Oberen Galiläa gibt es seit 1997 ganz offiziell Verbindungen. Für das thüringische Gefell leistete Gerlingen nach der Wende schwäbische Amtshilfe und heute gehören die Freunde in Ostdeutschland ebenso dazu wie die Partner im Ausland.

Ehrenplakette für Albrecht Sellner

Die Ehrenplakette konnte der Alterspräsident des Europarates, Monsieur Louis Jung, einem damals sichtlich stolzen Bürgermeister Albrecht Sellner überreichen - krönender Abschluss einer Schultes-Karriere, die im Schwäbischen ihre Ursprünge hatte, aber stets europäisch weiterdachte.

Der damalige Minister im Staatsministerium, Christoph E. Palmer, meinte bei dem Festakt in der vollbesetzten Halle vor mehr als tausend Bürgern: "In Gerlingen ist man immer den Weg des 'Aufbaus Europas von unten' gegangen. Die Begegnung zwischen den Menschen hat immer im Vordergrund gestanden."

Gerlingen hat seit mehr als dreißig Jahren nicht nur einen Blick über den Tellerrand geworfen. Die partnerschaftlichen Aktivitäten ermöglichen inzwischen eine neue Sichtweise auf die europäische Einigung.

Kontakt

Stadt Gerlingen
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Rathausplatz 1
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Telefon (0 71 56) 2 05-0
Fax (0 71 56) 2 05-50 00