Ehrung

Staufermedaille für Gerlinger Bürger

F. Javier de la Torre y Montes de Neira erhält die Staufermedaille
F. Javier de la Torre y Montes de Neira erhält die Staufermedaille

Am 29. Mai 2019 wurde der Gerlinger Bürger F. Javier de la Torre y Montes de Neira mit der Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg geehrt. Die Staufermedaille ist eine besondere, persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten für Verdienste um das Land Baden-Württemberg und seine Bevölkerung.

Es sollen Verdienste um das Gemeinwohl geehrt werden, die über die eigentlichen beruflichen Pflichten hinaus im Rahmen eines in der Regel ehrenamtlichen, gesellschaftlichen oder bürgerschaftlichen Engagements erworben wurden und über viele Jahre hinweg erbracht worden sind.

Die Ehrung an Herrn de la Torre y Montes de Neira fand im Rahmen des Festaktes anlässlich des 30. Jubiläums der Deutsch-Spanischen Gesellschaft Baden-Württemberg e. V. in den historischen Räumen des Schlosses Hohenheim statt. Rund 150 Mitglieder und Gäste waren anwesend, darunter auch der Spanische Generalkonsul und Ehrenpräsident der Gesellschaft Carlos Medina Drescher.

S.K.H. Herzog Carl von Württemberg, Mitbegründer der Gesellschaft und ebenfalls Ehrenpräsident, sandte ein Grußwort für den Geehrten. Die Laudatio und Überreichung der Staufermedaille im Namen des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann nahm der Rektor der Universität vor, Herr Professor Dr. sc. agr. Stephan Dabbert. In seiner Laudatio hob er die Stationen hervor, die zu dieser Auszeichnung führten:

F. Javier de la Torre y Montes de Neira lebt seit 1963 in Baden-Württemberg. Ab diesem Jahr war er in verschiedenen Abteilungen des Spanischen Generalkonsulates in Stuttgart tätig und übernahm von 1968 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2008 die Funktion als Kanzler. Damit verbunden waren die Aufgaben als Stellvertreter des Generalkonsuls und Leiter der Verwaltung und des Personalwesens.

Im Rahmen der der EXPO 2000 in Hannover war Herr de la Torre Direktor des Spanischen Pavillons. Daneben hat er sich als Förderer und Lehrer des Spanischunterrichts eingebracht und gründete einen "Deutsch-Spanischen Kreis" für Freunde der spanischen Sprache, Gesellschaft und Kultur. Darüber hinaus ist er ein Experte des Jakobsweges, den er selbst neunmal zu Fuß auf verschiedenen Wegen in Spanien gegangen ist.

In ganz besonderem Maße hat sich Francisco Javier de la Torre als Mitinitiator und Gründungsmitglied der im Mai 1989 gegründeten Deutsch-Spanischen Gesellschaft Baden-Württemberg e.V. (DSG) verdient gemacht, deren Vizepräsident er seither ist. Ziel dieser Gesellschaft war und ist die Förderung der spanischen Interessen in Baden-Württemberg sowie der persönlichen Beziehungen auf kultureller, wirtschaftlicher und sozialer Ebene.

Seit 30 Jahren ist Herr de la Torre tragende Säule und treibender Motor des Vereins. Ohne seinen Einsatz und sein maßgebliches Wirken wären die Vielzahl der kulturellen und wirtschaftlichen Veranstaltungen des Vereins, die regelmäßigen Tertulias (Treffen künstlerischer oder intellektueller Art) in Stuttgart oder auch die jährlichen Kulturreisen nach Spanien und die Exkursionen innerhalb von Deutschland nicht möglich gewesen. Dabei ist es ihm gelungen, Menschen beider Nationen auf vielen Ebenen zusammenzuführen und ambivalent die Belange von Spanien und Baden-Württemberg zu stärken.

Herr de la Torre ist überzeugter Europäer, von denen es gerade in der heutigen Zeit und nach der Europawahl mehr geben sollte. Die Zuerkennung der Staufermedaille zum 30-jährigen Jubiläum der Deutsch-Spanischen Gesellschaft am 29. Mai 2019 war eine verdiente Würdigung des Engagements von Herrn de la Torre und wir freuen uns, ihm als Gerlinger Bürger hier auch nachträglich zu gratulieren.

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