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Zahl der Woche: 8



29. Juni 2011 / KW 26

Am vergangenen Wochenende feierte Gerlingen vier weinfrohe Tage beim siebten „Weinblütenfest“. Wer inmitten der Weinberge mit Blick auf die Stadt sein Viertele schlotzte, entdeckte an den Rebstöcken bereits die ersten Traubenansätze, die bis zum Herbst zu vollen Beeren heranreifen werden. Aus dem Traubenmost werden dann in den Weinkellern die goldenen Tropfen.  

In Gerlingen werden auf einer Gesamtfläche von 8 Hektar Reben angebaut. Dieser Rebanbau auf 80.000 Quadratmetern bildete die Grundlage für die weinselige Atmosphäre von über 5.000 Festbesuchern.



22. Juni 2011  / KW 25

Dem Wasser keine Chance

Als am 4. Juli 2010 ein „Jahrhundert-Hochwasser“ das Gerlinger Rathaus unter Wasser setzte, gab es Orte im Stadtgebiet, denen diese Sturzfluten nichts anhaben konnten. Die Rathausspitze mit einer Höhe von 13,11 Meter zeigte sich total unempfindlich. Auch von der Stadtbücherei mit einer Flachdachhöhe von 14,80 Meter war das Unglück in den Kellern am „Rathausplatz 1“ weit entfernt. Und der Übungsturm der Feuerwehr“ wurde zwar auf seiner Spitze bei 23 Metern mächtig nass. Eine Überflutung war aber nicht zu befürchten. Am wenigsten konnte das Hochwasser dem Dach des Wasserturms auf der Schillerhöhe anhaben. Denn es weist eine Höhe  von 33,25 Metern auf. Auch dürfte der Standort des Bauwerks vor Überflutungen schützen.



16. Juni 2011 / KW 24

Jazz geht’s los

 

Als am 21. Juni 2003 mehr als 650 Konzertbesucher zum ersten „Klassik-Open-Air“ auf den Rathausplatz strömten, herrschte „Kaiserwetter“. Ein lauer Sommerabend und „Musik vom Feinsten unter freiem Himmel“ (Gerlinger Anzeiger, KW 26/2003) machten diesen Samstagabend zu einem unvergesslichen Erlebnis. Bürgermeister Georg Brenner fühlte sich an eine „Freilichtbühne irgendwo in der Toskana erinnert“.

Seither hat Gerlingen auf eine Wiederholung dieses Events gewartet. In 23 Tagen ist es soweit. Dann heißt es auf dem Rathausplatz „Jazz geht’s los“. Für den besonderen Sound sorgen die „Bosch-Big-Band“ und das „Bosch-Jazz-Orchestra“.

Das Konzert wird der Höhepunkt der Feierlichkeiten zum Bosch-Jubiläum in Gerlingen. Die Stadt ist Sitz der Hauptverwaltung der Weltfirma Bosch. Während des ganzen Jahres 2011 wird mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm an die besonderen Beziehung zwischen Gerlingen und Bosch erinnert.

Der Vorverkauf für das Open-Air-Konzert läuft seit dem 25. Mai. Ob es die 616 Karteninhaber am Ende auf ihren Sitzplätzen aushalten, darf schon jetzt bezweifelt werden. Keinerlei Skepsis herrscht in Sachen Wetter. Am 9. Juli 2011 wird Gerlingen einen außergewöhnlichen Abend erleben.



9. Juni 2011 / KW 23

Zweimal am Kap der guten Hoffnung

Gerlingen, der südlichste  Zipfel des Landkreises Ludwigsburg wird ob seiner Wirtschaftskraft immer wieder mal als „Kap der guten Hoffnung“ bezeichnet. Wenn übermorgen, Samstag, 43 Sängerinnen und Sänger zu einer zweiwöchigen Konzertreise nach Südafrika aufbrechen, gewinnt diese Bezeichnung eine ganz neue Bedeutung. Denn der Kammerchor „Cantabile“ des Robert-Bosch-Gymnasiums wird eines seiner fünf Konzerte auch in Kapstadt geben, nur 50 Kilometer entfernt vom eigentlichen „Cape of Good Hope“.

Gerlingen wird also auch auf der südlichen Welthalbkugel Spuren hinterlassen(schwarze Stofftaschen mit dem Gerlingen-Schriftzug finden sich in vielen Koffern!) Eingeladen worden sind die Gerlinger vom Jugendchor der Universität Pretoria, der im vergangenen Jahr zu Gast in der Stadt unter der Schillerhöhe war und damals mit seinem Auftritt für viel Furore gesorgt hatte. 

Obwohl die Außenpolitik nicht zu den originären Aufgaben einer schwäbischen Kommune zählt, wollen die Chormitglieder in Südafrika ein positives Bild von Deutschland vermitteln. Für Gerlinger hat das Tradition. Seit mehr als vierzig Jahren gehört der völkerverbindende Charakter von Städtepartnerschaften und engen Kontakten von Stadt und Schulen in Europa und darüber hinaus zum Selbstverständnis der Stadt und ihrer Bürger. Nicht umsonst ist die Gerlingen 1999 für „besondere Verdienste in der europäischen Zusammenarbeit, darunter drei lebendige Städtepartnerschaften mit Vesoul, Seaham und Tata ausgezeichnet mit der Ehrenplakette des Europarates“ ausgezeichnet worden. Der Trip nach Südafrika ist wieder einmal Beweis dafür, dass Gerlingen sich zu Recht mit einem weiteren Attribut schmücken darf, nämlich „Freunde in aller Welt“ zu haben.



1. Juni 2011 / KW 22

Vom 30. April bis 15. Mai waren Schülerinnen und Schüler der Realschule Gerlingen mit einer Sammelbüchse in der Stadt unterwegs. Am Ende kamen 594,92 Euro zusammen, die jetzt an das Deutsche Müttergenesungswerk überwiesen werden. Der Betrag aus Gerlingen hilft dabei, ein dickes Paket von Hilfemaßnahmen  zu schnüren. So wird bei der Zahlung des gesetzlichen Eigenanteils geholfen. Wenn nötig, wird ein Taschengeld für die Kurnebenkosten bereit gestellt und zur Finanzierung von Fahrtkosten beigetragen. Dabei kann das  Müttergenesungswerk wie in jedem Jahr fest mit einem Sammelergebnis in Gerlingen rechnen.



26. Mai 2011 / KW 21

Wer am kommenden Wochenende seinen Bummel über den Gerlinger Wochenmarkt unternimmt, den interessiert die „Zahl der Woche“ nur wenig – Hauptsdache er/sie kann den Einkaufszettel abhaken von A wie Artischocke bis Z wie Zander oder von A wie Ananas bis Z wie Zucchini. Bei 18 Marktständen kann eine ausgiebige Auswahl getroffen werden. Auf dem ganzen Rathausplatz erwartet die Besucher ein breites Angebot von Aromen und Farben. Hinzu kommt das „Wohlfühl-Ambiente“ eines Wochenmarktes am Samstagmorgen, der auch Gelegenheit zum Austausch von Neuigkeiten bietet.

Nicht selten erweitern Tagesstände von Vereinen  oder Schulklassen das Angebot, die mit ihren Auftritten auf besondere Aktionen hinweisen. Und zum Leben auf dem Markt zählt auch regelmäßig das Marktplatzgespräch, bei dem die Bürger dem Schultes erzählen können, wo der Schuh drückt, oder warum sie sich in der Stadt wohlfühlen.


19. Mai 2011 / KW 20

Nelken riechen lange
Seit dem vergangenen Sonntag entdecken die Besucher des Stadtmuseums 45 Schubladen eines Schrankes, der Teil eines Tante-Emma-Ladens in Gerlingen war. Das Mobiliar ist gleichzeitig Schmuckstück der neuen Ausstellung „Unter einem Dach – leben und arbeiten“. Der Laden war früher in der Hauptstraße 38 zu finden. Der „Esslinger“ war einst ein Begriff für die Gerlinger und ist noch vielen in Erinnerung. Fein säuberlich beschriftet (Aufkleber waren damals noch nicht in Gebrauch) wird auf den Inhalt hingewiesen: „Gerste, fein“, „Erbsen, grün, ungeschält“  oder Puddingpulver“. Beim Kästchen „Nelken“ gerät die Museumsleiterin Catharina Raible noch ins Schwärmen, duftet die Schublade doch heute noch nach dem Gewürz. Auch die „26“ hätte in dieser „Amtsblatt-Ausgabe „Zahl der Woche“ werden können. Bei der gut besuchten Ausstellungseröffnung ist eine solche Anzahl von Waschmitteln in Originalverpackung („Imi“!) zu finden. Dazu gehören auch 5 Haarpflegemittel oder die 10 Nachttöpfe. Wer einen etwas genaueren Blick  wirft in den neu konzipierten Ausstellungsbereich im Nebengebäude des Stadtmuseums, der wird zahlreiche Ausstellungsstücke finden, die Erinnerungen an das Leben und Arbeiten „Unter einem Dach“ - Hygiene inbegriffen.



12. Mai 2011 / KW 19



Perfekter Samstag

Für viele gehört zu einem „perfekten Samstag“ der ausgiebige Blick in die Tageszeitung – wenn möglich in mehrere. Diesen Genussmenschen macht die Stadt Gerlingen seit Jahren ein Angebot.

In der Stadtbücherei kann jeder Besucher in drei Tageszeitungen blättern. Die „Stuttgarter Zeitung“, die „Stuttgarter Nachrichten“ und  die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ liegen aus. Wer mehr Zeit mitbringt, der kann auch zwischen der „ZEIT“, dem „Spiegel“ und 33 aktuellen Zeitschriften wählen.

Und auch am Sonntag macht die Stadtbücherei Gerlingen den Zeitungsliebhabern ein Angebot. Unter www.gerlingen.de/Kultur&Bildung/Stadtbücherei findet sich der rote Button onlineBibliothek. Mit wenigen Klicks ist dort ein kostenloser Download der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ möglich. Ein „perfektes Wochenende“ – vorausgesetzt man hat neben der Lektüre den samstäglichen Einkauf  nicht vergessen.





5. Mai 2011 / KW 18


Oscargewinner in der Jahnhalle

Die Original-Oscarverleihung 2011 fand am 27. Februar im Kodak Theatre in Los Angeles statt. Zum 83. Mal wurden dabei Stars des Filmschaffens ausgezeichnet. Die Wahl zum jeweils besten „Film“/„Regisseur“/„Drehbuch“ fiel dabei viermal auf den Streifen „The King’s Speech“, der Geschichte über das Leben von George VI., dem stotternden König.

Zwei Monate nach der Preisverleihung hat auch die Gerlinger Jahnhalle etwas von dem Glamour der Oscarverleihung abbekommen. Am 29. April zeigte das Kinomobil neben anderen Filmen den Hollywood-Hit zum ersten Mal. Am 13. Mai kommt es zu einer Wiederholung. Aber damit nicht genug: An diesem Freitag wird auch eine weitere Oscar-Gewinnerin zu sehen sein: In dem Psychothriller „Black Swan“ spielt Natalie Portman (beste „Hauptdarstellern“) eine Ballerina zwischen Wahn und  Wirklichkeit. Wie immer wird an diesem Tag der Stadtjungendring die Bewirtung der Kinobesucher übernehmen, auf die an diesem Freitag, dem 13., fünf Oscars warten.




28. April 2011 ( KW 17


Kurzschwimmer

Wer glaubt, dass die Bahnen in  der Gerlinger Schwimmhalle verkürzt werden, der irrt. Auch die Befürchtung, dass künftig der Badespaß mit einem schrillen Pfiff des Schwimmmeisters sein Ende findet und die Badegäste dann fluchtartig das Bad verlassen müssen, ist auf dem Holzweg.

Wenn von Dienstag, 3. Mai an das sogenannte „Kurzschwimmen“ beginnt, dann geht ein lang gehegter Wunsch der Besucher im Gerlinger Schwimmbad in Erfüllung: Eine kurze Abkühlung am frühen Morgen für einen günstigen Eintritt. Wer künftig immer dienstags von 6.15 bis 7.45 Uhr die Schwimmhalle besucht, dem steht ein „kurzes“ Badevergnügen über 90 Minuten bevor. Viel länger sollte sein Sprung ins nasse Element und das „Ziehen seiner Bahnen“ eigentlich auch nicht dauern. Bei dem neuen Tarif werden nur 2,50 Euro gezahlt. Gegenüber der üblichen Eintrittsgebühr von 3,80 Euro ist das eine Ersparnis von knapp 35 Prozent. Vor allem gesundheitliche und nebenbei auch finanzielle Aspekte sprechen also für den Besuch der Gerlinger Schwimmhalle am frühen Dienstagmorgen.


20. April 2011 / KW 16


Hochzeitsgäste
Als sich 1981 Prinz Charles und Diana Spencer das berühmte „Yes“-Wort gaben, waren weltweit 750 Millionen Fernsehzuschauer Zeugen der Hochzeitszeremonie.
Gerlingen und Seaham mussten damals noch sieben Jahre warten, bis zwischen den beiden Städten eine Partnerschaft zustande kam. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden noch höhere Einschaltquoten gemessen, wenn Prinz William und Kate Middleton am 29. April 2011 in Westminister Abbey heiraten. Wenn auch die Begeisterung für das englische Königshaus
im Norden Englands nicht ganz so hoch ist wie im Süden – auch in der Gerlinger Partnerstadt Seaham werden an diesem Tag die Straßen wie ausgestorben sein. Die TV-Übertragung ist
ein absolutes Muss für die Engländer. Zahl der Woche Die Gerlinger Reisegruppe, die sich am kommenden Mittwoch, 27. April, in einem großen Reisebus mit dem Ziel Seaham auf den Weg macht, wird diese Atmosphäre hautnah miterleben. Zwar nicht unmittelbarer Zaungast der Royal Wedding, aber vielleicht vor dem Fernsehapparat in der Gastfamilie. Die Gerlinger „Hochzeitsgäste“ werden bereits zum dreiundzwanzigsten Mal anlässlich des Mayor’s Civic Ball offiziell die Freunde an der Nordküste besuchen. In diesem Jahr werden aber sicher die Eindrücke der Londoner Hochzeitszeremonie wenige Tage zuvor dem gesellschaftlichen Großereignis in der englischen Partnerstadt den Stempel aufdrücken.


14. April 2011 / KW 15


Nicht nur unter Sportlern gilt seit jeher der Grundsatz „Höher-weiter-schneller“ ist immer besser. Zwar wollen sich die Aufzugbauer im Gerlinger Rathaus nicht mit den Kollegen in Burj Chalifa in Dubai messen. Dort gibt es mit 504 Metern den längsten Fahrstuhl der Welt. Die Geschwindigkeit von mehr als 9 Metern pro Sekunde, mit der der Lift im Wüstenstaat Personen von ganz unten nach ganz oben befördert, wollte Gerlingen nicht toppen.

Wichtig für den Rathauslift, dem am Dienstag, 19. April 2011, seine „Jungfernfahrt“ bevorsteht, sind die Maße seines Innenraums. Passte dort in die Vorgängerversion höchstens ein sogenannter Aktenbock plus schmale Begleitperson hinein, so bietet künftig der wesentlich breitere Lift genügend Platz selbst für einen Zwillingskinderwagen. Die Zugangstür wird eine Breite von 90 Zentimetern aufweisen. Natürlich werden auch Rollstuhlfahrer jetzt ohne Problem die Büros auf allen Ebenen im Rathaus erreichen können. Der Innenraum des Aufzuges misst 1,10 x 2,10 Meter. Auch die Helligkeit in dem Lift wird überraschen.


7. April 2011 / KW 14



Die Wahlergebnisse waren vor einer Woche  das alles beherrschende Thema. Dabei fielen 162 Stimmen unter den Tisch – aber diese Entscheidungen waren schon 2010 getroffen worden. Gemeint sind die Vornamen der jüngsten Gerlinger Mitbürger, die im vergangenen Jahr kurz nach ihrer Geburt angemeldet worden sind.

Die Mamas und Papas bewiesen bei ihrer Wahl mehr Ideenreichtum als der offizielle Stimmzettel im Wahlkreis 13, der das Kreuz an zehn verschiedenen Stellen zuließ. Einen klaren Wahlsieger gab es keinen, obwohl die Namen Maja, David und Noah mit jeweils vier Erwähnungen klar an der Spitze lagen.  Auch alle anderen gewählten Vornamen konnten aber die Fünf-Prozent-Hürde nicht knacken. Ob sie später einmal „Koalitionen“, sprich: heiraten, werden, steht noch nicht fest. Geht es nach dem heutigen Wahlrecht, können die 162 „2010er“ erstmals 2028 mit 18 Jahren ihre Stimme bei einer Landtagswahl abgeben.


31. März 2011 / KW 13

In der vergangenen Woche stand an dieser Stelle noch die Zahl 66,1. Damit war die Wahlbeteiligung gemeint, die bei der Landtagswahl 2006 erzielt worden war. Und gleichzeitig wurde die Frage gestellt, ob diese Marke übertroffen werden kann.

Seit Sonntag heißt die neue Zahl 78,4. Mit diesem Spitzenwert in der Wahlbeteiligung liegt Gerlingen auf dem ersten Platz im Vergleich mit allen anderen Kommunen im Landkreis Ludwigsburg. Selbst in der Region Stuttgart, zu der neben der Landeshauptstadt auch die Landkreise Böblingen, Esslingen und Göppingen und eben Ludwigsburg zählen, nimmt Gerlingen einen der vordersten Plätze ein. Hochzufrieden zeigte sich Hauptamtsleiter Gscheidle mit der hohen Wahlbeteiligung. Die Tagespresse zitierte ihn mit den Worten, in der Stadt sei „richtig was los“ gewesen am Wahlsonntag. Bürgermeister Brenner bedankte sich bei allen Wählerinnen und Wählern für die eindrucksvolle Wahrnehmung ihres demokratischen Wahlrechts.


24. März 2011 / KW 12


Am kommenden Sonntag, 27. März, findet in Baden-Württemberg die Landtagswahl 2011 statt. Knapp 7,8 Millionen Menschen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, sind im „Ländle“ wahlberechtigt. In Gerlingen dürfen 13534 Frauen und Männer ihre Stimme abgeben. Das entspricht zwar nur einem Anteil von 0,17 Prozent der Wahlberechtigten in Baden-Württemberg. Weil sich Gerlingen in den vergangenen Jahren erfolgreich gegen den Abwärtstrend bei der Wahlbeteiligung wehren konnte, besitzt der Blick auf die Prozentzahl der Wahlbeteiligung in der Stadt unter der Schillerhöhe schon immer einen besonders hohen Stellenwert.
So lag er beim letzten Urnengang am 26. März 2006 bei 66,1 Prozent. Landesweit wurden damals nur 53,4 Prozent erreicht. Am Abend des 27. März 2011 wird kurz nach 18.00 Uhr nicht nur mit Spannung auf die ersten Trends gewartet. In Gerlingen  dürfte von besonderem Interesse sein, ob die 66,1-Marke „geknackt“ werden konnte.


17. März 2011 / KW 11


Mit Spannung wird in zehn Tagen, am Sonntag, 27. März 2011, auf das Ergebnis der Landtagswahlen in Baden-Württemberg gewartet. Im Vorfeld haben die Wahllokale an diesem Tag von 8.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Und daran wird sich auch nichts ändern, obwohl in dieser Nacht von Samstag auf Sonntag die Uhren wegen der Umstellung auf die Sommerzeit um eine Stunde vorgestellt werden. Die Wahllokale öffnen um 8.00 Uhr. Daran sollten die Wahlhelfer denken. Und auch die Wähler sollten ihre Uhren umstellen, damit jede(r) seine Stimme in dem Zeitfenster von zehn  Stunden abgeben kann.


10. März 2011 / KW 10


So genau weiß niemand mehr, wem die Zeile eingefallen ist, die Gerlingen zur „Stadt, in der man sich wohl fühlt“ machte. Aber es war wohl im Vorfeld der Entstehung des 64-seitigen Bildbandes „Gerlingen“, der 1984 beim heimischen Bleicher-Verlag erschien.

Der vielzitierte Untertitel ist seit 27 Jahren  Markenzeichen der Stadt. Der damalige Erste Beigeordnete Dietrich Schönfelder, verantwortlich für die in deutsch, französisch und englisch verfassten Texte, glaubt sich noch zu erinnern, dass der „Geistesblitz“ bei einer Redaktionssitzung in seinem Dienstzimmer einschlug. Bis heute zeigt der Titel Wirkung, denn Gerlingen gilt weit über das Buch hinaus als „Stadt, in der man sich wohl fühlt“.

 

 

3. März 2011 / KW 09


2011 ist das „Internationale Jahr der Wälder“. Beim Klimaschutz und in der Energieversorgung übernehmen Wald und Holz „unverzichtbare Aufgaben“, so kürzlich der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Rudolf Köberle.
Gerlingen ist eine der waldreichsten Gemeinden im Großraum Stuttgart, besitzt 
801,5 Hektar Wald.
Die Norm der FIFA für einen Fußballplatz beträgt 7.140 Quadratmeter. Demnach hat die Stadt Platz für knapp 1122 Fußballplätze – ein genauer Pass dürfte aber auf diesem Gelände schwierig sein.


24. Februar 2011 / KW 09


Kennen Sie Schwarzepumpe? Schon mal was von Penafiel gehört? Können Sie etwas mit Raffadali anfangen? Wer schon mal sein Auto im hinteren Teil der Tiefgarage in der Schillerstraße geparkt hat, dem werden vielleicht die Schriftzüge aufgefallen sein, die dort hinter 37 Stellplätzen angebracht sind.
Es handelt sich dabei um die Geburtsorte der am Bau der Tiefgarage beteiligten Arbeiter. Inzwischen sind die Namen teilweise verblasst. Die Orte Sarstedt und Weinstadt wurden übergestrichen. Sahorsch, Freiburg, Rolandia, Odemira, Agueda, Vila Real, Wangen im Allgäu, Schramberg, Braunschweig, Nordhausen, Baiersbronn, Echterdingen, Gulionesi, Paris, Tondela, Peniche, Lourinha, Stuttgart, Raffadali, Schwäbisch Gmünd, Hilden, Bad Cannstatt, Böblingen, Charkow, Santiago de Piaees, Cinfaes, Essen, Lübeck, Agrigento, Esslingen, Weinstadt, Degerloch, Carmine, Friedberg erinnern aber noch immer an die an die Aktion„Zeichen der Zeit“, mit der 1997 die Künstlerin Ulrike Böhme „individuelle Zeitspuren“ hinterlassen wollte.


17. Februar 2011 / KW 08


Eine ganze Fußballmannschaft plus Trainer und Schiedsrichter passen in den neuen Aufzug, der in diesen Wochen in das Gerlinger Rathaus eingebaut wird. Bald ist damit auch der Weg ins Rathaus für Rollstuhlfahrer oder Papa und Mama mit Kinderwagen kein Problem mehr. Barrierefrei sollen die Büros im Rathaus erreicht werden können. Für maximal 13 Personen ist Platz im Aufzug. Die Treppenstufen gehören mit dem Einbau der Vergangenheit an, bleiben für das Kreislauftraining aber selbstverständlich erhalten.

Mit dem neuen Fortbewegungsmittel in dem Verwaltungsgebäude können nicht nur Personen befördert werden. Auch Stühle, Akten und andere Lasten finden mit ihm den Weg nach oben oder unten. Erst bei 1000 Kilogramm ist die Grenze der Belastbarkeit erreicht. Eine weitere Zahl verdeutlicht die Leistungsfähigkeit des neuen Transportmittels. Was im Bergbau „Förderhöhe“ genannt wird, heißt übertragen auf das Gerlinger Rathaus: Mit dem Aufzug werden 15,21 Meter vom Keller bis ins zweite Obergeschoss zurückgelegt.


10. Februar 2011 / KW 06

Vielleicht war es die Nürnberger Bratwurst am gestrigen Mittwoch oder das Schollenfilet in feiner Dillsauce mit Shrimps, das heute auf dem Speiseplan stand? Die „Zahl der Woche“ kann einmal in die Höhe schnellen, dann  wieder nur knapp die Meßlatte streifen. Im Durchschnitt werden aber von Montag bis Freitag wöchentlich 900 Essen in den drei Mensen im Gerlinger Schulzentrum, in der Breitwiesenschule und der Waldschule ausgegeben.

Zubereitet wird das Essen von der Küche in der Klinik Schillerhöhe.  Bezahlt werden muss dafür 3,20 Euro.


3. Februar 2011 / KW 05


In 17 verschiedenen Sportarten  haben Sportlerinnen und Sportler aus Gerlingen im vergangenen Jahr 2010 den Sprung in die Schlagzeilen geschafft. Sie belegten die vorderen Plätze in Ranglisten und Tabellen. Bei der 28. Sportlerehrung am vergangenen Dienstag hat ihnen Bürgermeister Georg Brenner dafür im Namen der Stadt Dankeschön gesagt. Denn die Ausnahmesportler jeden Alters haben Gerlingen auf diese Weise weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht.
Für den Schultes sind sie„sportliche Botschafter“.


27. Januar 2011 / KW 04


Nicht alle, die sich am vergangenen Samstag bei der Schwimmbadparty des Jugendgemeinderates nass machten, werden am Sonntag, 27. März 2011, wählen dürfen. Die Stimmen der Erstwähler sind aber heiß begehrt und davon gibt es jede Menge. Unter den 7,8 Millionen Wahlberechtigten sind voraussichtlich rund 550.000 Wähler, die im Zeitraum 27. März 2006 bis 27. März 2011 18 Jahre alt geworden sind bzw. noch werden und erstmals an einer Landtagswahl in Baden-Württemberg teilnehmen dürfen.

In Gerlingen zählen 675 junge Frauen und Männer zu dieser Personengruppe.



20. Januar 2011 / KW 03


Mehrere Wochen gab es die Möglichkeit, den Stand der 4071 Hauptwasserzähler in Gerlingen abzulesen und die Kubikmeterzahl des verbrauchten Wassers weiterzumelden. Viele taten dies online. Aufgefordert waren Haushalte, Wohneigentümergemeinschaften, Betriebe oder Einrichtungen, bei denen (meistens im Keller) eine geeichte Wasseruhr angebracht ist.

Die übermittelten Werte sind jetzt Grundlage für die Rechnungen, die in den nächsten Wochen verschickt werden. Wer die Zahlen nicht weitergemeldet hat, muss dennoch zahlen. In einem solchen Fall werden die Verbrauchswerte des letzten Jahres als Grundlage für eine dann „geschätzte“ Rechnung herangezogen.


13. Januar 2011 / KW 01/02 


Dreiundzwanzig Gäste interessierten sich beim Neujahrsempfang der Stadt Gerlingen am vergangenen Sonntag nicht für die Rede von Bürgermeister Georg Brenner. Und das, obwohl sie in der Einladung extra erwähnt worden waren. Dort hieß es nämlich, dass „im Foyer der Stadthalle für Kinder ab zwei Jahren eine Betreuung" vorhanden sei. Weil die jüngsten Gerlinger Mitbürgerinnen und Mitbürger aber  lieber mit der Kugelbahn experimentierten, Bilder malten oder Märchen hörten, zog es die sieben Mädchen und Buben noch vor der Neujahrsansprache in den Nebenraum der Stadthalle. Dort erlebten sie mit zwei Erzieherinnen der Stadt den etwas anderen Neujahrsempfang. Währenddessen konnten Papa und Mama ihr Ohr ganz dem Schultes widmen. Zusammen mit den 16 Schoko-Kids der Chorvereinigung, die nach dem Musikverein und noch vor dem Bürgermeister für mächtig Stimmung auf der Bühne gesorgt hatten, waren es schließlich 23 Kinder, die an dem „alternativen" Neujahrsempfang teilgenommen haben.





Änderungsdatum 29.06.2011 10:32
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