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Jubiläumszahl 3089

 


 

KW 35 / 28. August

Im Gerlinger Stadtrundwegführer - hrsg. vom Gerlinger Heimatpflegeverein - steht über das „Alte Rathaus“: „1616 gab es ein Amtshaus für den Schultheißen. Es stand wahrscheinlich an anderer Stelle. 1624 ist ein Rathaus erwähnt. 1505 gab es einen „Tanzplatz“, der 1648 als Tanzplatz vor dem Urbanbrunnen bezeichnet wird. Nach altem Recht durften gegen eine Gebühr Hochzeiten auf dem Rathaus gehalten werden. Der Tanz fand dann im Ratssaal, bei großen Hochzeiten und zur Sommerzeit auch auf dem Platz vor dem Rathaus statt.“ Das Altes Rathaus wurde 1828 anstelle eines früheren Rathauses erbaut. Als Gerlingen am 1. Juli 1958 sich „Stadt“ nennen durfte, befand sich der Sitz der Verwaltung im Alten Rathaus.
1967 (mit Erweiterungsbau von 1987) wurde das „Neue Rathaus" eingeweiht und die Stadtverwaltung zog um. Wenn nun am kommenden Sonntag, 50 Jahre nach Verleihung der Stadtrechte der neue Rathausplatz mit einem großen Fest würdig eingeweiht wird, so hat das auch für die Verwaltung Konsequenzen. Zwar wird nicht mehr umgezogen, trotzdem ändert sich die Adresse: Ab dem 1. September 2008 heißt es offiziell Stadtverwaltung Gerlingen, Rathausplatz 1!

 

KW 34 / 21. August

Zum 4. Mal findet das Erzählcafé im Jubiläumsjahr statt. Am Freitag, 22. August um 14.30 Uhr im Gemeinschaftsraum der Wohnanlage in der Schillerstr. 2 geht es im Erzählcafé dieses Mal darum, für wen wir früher geschwärmt haben und wer die heutigen Idole sind: von Peter Kraus (der 1958 bereits ein Star war) bis Madonna (die genauso alt ist wie die Stadt Gerlingen, nämlich 50). Die 50er Jahre müssen beim Erzählen nicht streng eingehalten werden, an die Comedian Harmonists wird auch erinnert werden und an Lale Andersen, Caterina Valente, Peter Alexander usw. Der AK Würde im Alter, der die Erzählcafés veranstaltet, freut sich auf viele Erzählerinnen und Erzähler und Zuhörerinnen und Zuhörer.

 

KW 33 / 14. August

Der „Festschrift zur Stadterhebung von Gerlingen“ vom September 1958 ist ein Stadtplan beigelegt. Darin sind 120 Gerlinger Straßennamen zu finden. Im neuen Adressbuch, das noch in diesem Jahr erscheinen wird, werden in dem beigefügten Stadtplan 214 Straßennamen aufgeführt sein. Gerlingen ist nicht nur 50 Jahre älter, sondern auch 94 Straßen größer geworden.

 

KW 32 / 7. August

220 Tage sind im Jubiläumsjahr vergangen. Der Höhepunkt, die zweimalige Aufführung der Oper “Carmen“ Anfang Juli liegt schon ein paar Wochen zurück. Viele Bürgerinnen und Bürger Gerlingens haben auch andere Veranstaltungen zu ihren „Favoriten“ gemacht. Die beiden Hefte „Veranstaltungsvorschau 1. und 2. Halbjahr“ (kostenlos an der Pforte des Rathauses erhältlich) wiesen bisher auf 18 Veranstaltungen aus Anlass des Stadtjubiläums hin. Und noch bleiben 148 Tage Zeit, um das Jahr zu feiern, in dem Gerlingen die Stadtrechte verliehenbekam.

Vom 5. bis 7. September werden die zwanzigjährigen Partnerschaftsjubiläen mit Seaham und Tata gefeiert. Wenig später wird am 19. September an „40 Jahre Gymnasium Gerlingen“ erinnert und am 23. September wird in einer hochkarätig besetzten Gesprächsrunde in der Stadthalle die Frage beantwortet, wie Gerlingen in den vergangenen fünfzig Jahren das wurde, was es heute ist. Und viele „Events“, die zum Jubiläumsprogramm gehören, sind hier gar nicht erwähnt. Auch die Einweihung des neuen Rathausplatzes am 31. August fehlt noch in dieser Auflistung. Ende August wird aber wieder der gesamten Gerlinger Bevölkerung die Gelegenheit geboten, ins „neue Wohnzimmer“ der Stadt zu ziehen und das bekannte „Wir sind Gerlingen“-Gefühl herzustellen.

 

KW 30 / 24. Juli 2008

Das Volksbildungswerk, Vorgänger der heutigen Volkshochschule, plante für das Winterhalbjahr 1958/1959 fünf Kurse in Gerlingen. Neben Kochen und Nähen stand damals ein Stenografiekurs für Anfänger auf dem Programm. Außerdem wurde an jeweils 14 Abenden Englisch und Französisch angeboten. Das aktuelle Programm der Volkshochschule umfasst heute auf 68 Seiten 462 Kursangebote.

 

KW 29 / 17. Juli 2008

Am 2. August 1958 trat eine „Verordnung über die Gebühren für die Ausfertigung von Pässen“ in Kraft. Im „Gerlinger Anzeiger“ hieß es, dass für die Ausstellung eines Reisepasses „6.- DM“
erhoben werden. Heute werden 59 Euro für das Dokument verlangt.

 

KW  28 / 10. Juli 2008

20,39 - Mit dieser Weite holte sich Ralf Bartels den Sieg beim 3. Gerlinger Kugelstoßmeeting im Jubiläumsjahr 2008. Die Leistung hätte mehr als gereicht, um 1956 bei den Olympischen Spielen in Melbourne/Australien die Goldmedaille zu gewinnen, für die damals Parry O’Brian 18,57 stieß. Der „Gerlinger Kugelstoßerkönig“ Bartels wird in wenigen Wochen bei Olympia in Peking starten.

 

KW 27 / 3. Juli 2008

Am 4. Juli 1958, vor fast genau 50 Jahren, erschien der „Gerlinger Anzeiger“ mit 8 Seiten. Dieser Umfang reichte aus für die amtlichen Mitteilungen, die Nachrichten der Kirchengemeinden
und die Berichte aus dem Vereinsleben. Und auch die Anzeigen passten in das achtseitige Blättchen. Bei der heutigen Ausgabe, in der die Zeilen „Gerlingen zur Stadt erhoben“ noch einmal abgedruckt sind, umfasst allein der amtliche Teil, das „Amtsblatt“ zwölf Seiten. Und der GAZ wird komplett wieder 60 Seiten aufweisen. PS: Die Lokalzeitung vor Ort erschien am Dienstag zur Stadterhebung vor 50 Jahren – mit einer 40-seitigen Jubiläumsausgabe.

KW  26 / 26. Juni 2008

Wahrscheinlich machen Sie mit beim großen „Carmen“-Projekt am 5. und 6. Juli 2008 – auf oder hinter der Bühne.
Sollten Sie eine der beiden Aufführungen als Zuschauer oder Zuhörer genießen, dann können Sie sich das Zählen sparen. Mehr als 350 Beteiligte werden dafür sorgen, dass auch beim 100-jährigen Stadtjubiläum im Jahr 2058 von „Carmen“ die Rede sein wird.

 

KW 25 / 19. Juni 2008

In 360 Stunden oder etwas mehr als zwei Wochen fällt in Gerlingen der Startschuss für die „GERLINGEN OPEN – 50 Jahre in 50 Stunden“ – Programmhöhepunkt der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum der Stadterhebung.
Vom 4. bis 6. Juli wird (fast) rund um die Uhr ein Feuerwerk von Veranstaltungen gezündet. Tag und Nacht feiert die Stadt dann ihren 50. Geburtstag.

 

KW  24 / 12. Juni 2008

Der Spritpreis steigt unaufhörlich. Die Milch wird teurer. In Gerlingen kostete lt. „Gerlinger Anzeiger“ vom 20. Juni 1958 der 45-Gramm des Tees „Indische Mischung“ 82 Pfennige.

 

KW 23 / 5. Juni 2008

Die heiße Phase im Jubiläumsjahr rückt immer näher - nicht nur die Quecksilbersäule ist dafür ein Beweis. In genau einem Monat am Samstag, 5. Juli 2008, wird Bizets Oper Carmen in der Stadthalle zum ersten Mal aufgeführt. Ein Tag darauf am 6. Juli folgt dann die Wiederholung. Haben Sie sich schon Karten für das Großereignis besorgt? Weil alle musiktreibenden Vereine und Gruppen an dem Projekt beteiligt sind, brauchen sich viele Gerlinger um keine Karten zu kümmern. Sie werden vorne auf der Bühne stehen. 1.000 Opernbegeisterte haben aber
ihre Karte schon sicher. 1566 Sitzplätze sind aber in der Stadthalle ausgewiesen. Über 500 Karten warten in den nächsten Tagen bei der Kreissparkasse, im Schreibwarengeschäft Maisch und bei der Stadt auf Käufer.

 

KW 22 / 29. Mai 2008

Der 3. Eurovision Song Contest fand 1958 in den Niederlanden statt. Deutschland setzte wie im Jahr zuvor auf Margot Hielscher, die mit einer Schärpe als „Miss Jukebox“ auftrat und „Für zwei Groschen Musik“ vortrug. Sie belegte den 7. von 10 Plätzen. Schlechter schnitten die für Deutschland startenden No Angels am vergangenen Wochenende ab. Sie teilten sich den letzten Platz mit Polen und Großbritannien. Wer schon mal im „Stillen Kämmerlein üben möchte – ob Volksmusik, Jazz, Rock/Pop oder Klassik – dem stehen in der Gerlinger Stadtbücherei 3.089 Musik-CDs zur Verfügung


KW 21 / 22. Mai 2008

Gerlingen zeigte sich schon immer sportlich. 1958 aber konnten zunächst nur kleine Erfolge vermeldet werden. 106 Schüler erhielten bei den Bundesjugendspielen die Siegerurkunde übereicht. 7 Mal reichte es sogar zur Ehrenurkunde. Die neue Stadt brauchte sich damals aber nicht zu verstecken. Auch der große Nachbar Stuttgart backte auf nationaler Ebene im Fußball noch kleinere Brötchen. Immerhin wurden die Kicker der Landeshauptstadt 1958 DFB-Pokalsieger, aber diese Trophäe hatte damals noch keine große Bedeutung.
Heute „bewegt“ sich was in Gerlingen. Die jährliche Sportlerehrung ist ein deutliches Zeichen für die Sportbegeisterung in der Stadt. Und das Public-Viewing während der Fußball-WM in den nächsten Wochen wird in der Stadthalle wie beim „Sommermärchen 2006“  wieder ein „Wir-sind-Gerlingen“-Gefühl aufkommen lassen.


KW 20 / 15. Mai 2008

Die Temperaturen über die Pfingstfeiertage waren ein deutlicher Hinweis. Gerlingen steht ein heißer Sommer bevor. Nur noch 52 Tage sind wir entfernt von der Jubiläumsveranstaltung „50 Jahre in 50 Stunden“, wenn sich Gerlingen an die Stadtwerdung im Jahr 1958 erinnert. Für den Höhepunkt des Festprogramms, die Aufführung von Bizets Oper „Carmen“ in der Stadthalle am 5. und 6. Juli, läuft der Vorverkauf seit heute. 1566 Karten sind zu haben. Schon zwei Wochen vorher wartet ein anderer musikalischer Höhepunkt auf die Musikliebhaber. Das Wandeltheater „Der Prophet“, mit dem an die historische Figur des Hans Keil erinnert werden soll wird keine Bühne als Aufführungsort brauchen. Vielmehr sind die Gerlinger Weinberge und das Stadtgebiet Aufführungsorte der außergewöhnlichen Inszenierung am Freitag, 13. Juni, und Samstag, 14. Juni.
Gerlingen feiert aber nicht nur mit Musik. Auch der Sport kommt zum Zuge. Schon jetzt sind die Planungen für das traditionelle „Gerlinger Kugelstoßmeeting“ im Gange, das am 7. Juli den Marktplatz in eine Sportarena verwandeln wird. Und auch die Stadthalle wird Mitte Juni erneut zum Treffpunkt der Sportfreunde. Dort werden alle Vorrundenspiele der deutschen Fußball-Nationalelf bei der Europameisterschaft in Österreich
und der Schweiz übertragen. Dass dann auch die Begegnungen bis zum Endspiel auf der extragroßen Leinwand zu sehen sein werden, daran zweifelt kaum einer.


KW 19 / 8. Mai 2008

Der Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Stadt Gerlingen – die beiden Aufführungen der Oper „Carmen“ am 5. und 6. Juli in der Stadthalle - rückt immer näher. Wer nicht dabei sein kann, findet während des ganzen Jahres bei einem bunten Veranstaltungsreigen die Möglichkeit zum Mitfeiern.
Im August 1958 im Vorfeld der Feiern zur Stadterhebung meinte der damalige Bürgermeister Eberhard, dass er es „nach reiflicher Überlegung für besser halte anstelle der geplanten Festwoche nur 3 – 4 Festtage abzuhalten“, wie es im „Gerlinger Anzeiger“ heißt. Vielleicht trotz oder gerade wegen dieser Einschränkungen hat dann eine 50-jährige Erfolgsgeschichte begonnen.

KW 18 / 30. April 2008

1958 als Gerlingen Stadt wurde, erhielt Boris Leonidowitsch Pasternak (1890-1960) den Literaturnobelpreis. Er nahm diesen zwar zunächst an, lehnte aber später auf Druck der sowjetischen Obrigkeit ab. Nach der Wende nahm sein Sohn den von seinem Vater abgelehnten Nobelpreis 1989 in Stockholm stellvertretend an. Dem Autor von „Doktor Schiwago“, war die Ehrung „für seine bedeutende Leistung sowohl in der zeitgenössischen Lyrik als auch auf dem Gebiet der großen russischen Erzähltradition“ zuteil geworden.
Der 647 Seiten dicke Roman ist natürlich in der Stadtbücherei im ersten Stockwerk zu finden.  Ion diesen Tagen feierte der Medientempel in der Schulstraße seinen zehnten Geburtstag am Neuen Platz. Das Buch stammt aber noch aus dem Jahr 1959. Die Verfilmung gibt es als Video.

KW 17 / 23. April 2008

Verglichen mit der Zahl 1.558.339 (1998-2008) war die Summe der entliehenen Medien am „Tag der offenen Tür“ der Stadtbücherei für die Mitarbeiterinnen enttäuschend.  Aber selbst am Sonntag, 20. April, wechselten 193 Bücher, Cassetten, DVDs oder Filme für eine Ausleihfrist ihren Standort.

KW 16 / 17. April 2008

Nein! Damit ist nicht die Zahl der Jahre gemeint, die seit der Stadterhebung vergangen sind. 1953 waren für alle Kraftfahrzeuge sämtliche Tempolimits aufgehoben worden. Vier Jahre später 1957 wurde die Höchstgeschwindigkeit 50Km/h für den Verkehr innerorts eingeführt, "um der Raserei Einhalt zu gebieten". Bürgermeister Eberhard schrieb am 30. Mai 1958 im „Gerlinger Anzeiger“: „In letzter Zeit ist in steigendem Maße die Beobachtung zu machen, dass Kraftfahrer die vorgeschriebene Geschwindigkeitsbeschränkung innerhalb geschlossener Ortschaften erheblich überschreiten.“ Eine zuverlässige Überwachung war aber erst Ende der 50er-Jahre möglich.

KW 15 / 10. April 2008

50 Jahre Stadtgeschichte spiegeln sich auch im Gerlinger Haushalt wieder. Das Haushaltsvolumen betrug 1958 umgerechnet 2.282.751 Euro. Das entsprach je Einwohner
genau 220,30 €.
Für das Jahr 2008 sind 57.184.620 Euro eingeplant. Aus den 220 € sind inzwischen 3.029,97 Euro je Einwohner geworden.

KW 14 / 3. April 2008

Vor fünfzig Jahren hat es bereits eine Gerlinger Bücherei gegeben. Vor 10 Jahren fanden die Bücher ein neues Zuhause. Die neugebaute Stadtbücherei ist bis heute eine der vielen Erfolgsgeschichten einer fünfzigjährigen Stadt. Vom 19. bis 24. April feiert die Stadtbücherei mit ihren Lesern das zehnjährige Jubiläum.


KW 13 / 27. März 2008

Zur 50jährigen Stadtgeschichte gehören auch die 63 Kunstobjekte, die mit der Zeit im öffentlichen Raum in Gerlingen aufgestellt worden sind. Ein kunstvoll gestalteter Katalog hat auf 140 Seiten alle Werke dokumentiert. Erstmals präsentiert wird der Prachtband bei einer Ausstellung im Rathaus, die am 6. April beginnt. Dafür sind alle Werke fotografiert worden.

KW 12 / 19. März 2008

Schon 1958 stand Bürgerservice an erster Stelle. Am 28. März gab Bürgermeister Wilhelm Eberhard bekannt, dass „das Rathaus ab Gründonnerstagnachmittag 12.15 Uhr bis einschl. Ostermontag geschlossen“ sei. Dies gilt auch 50 Jahre später. Morgen, Gründonnerstag, ist aber erst um 14.00 Uhr Schluss.

KW 11 / 13. März 2008

„Insgesamt sind 1957/58 232 Bände angeschafft und mit Plastikfolie eingebunden worden.“ Diese Zahl nannte die Gerlinger Bibliothekarin Hildegard Hauff in einer Gemeinderatssitzung am 9. April 1958 bei ihrem „Bericht über die Ortsbücherei“. Bei dem Kauf der Bücher, so heißt es im „Gerlinger Anzeiger“ weiter, „ließ sich Frau Hauff von dem Gedanken leiten, für jedes Alter und jedes Interessengebiet etwas Geeignetes zu besorgen“. Ein Ziel war es damals, dass die Jugendlichen „so langsam von den ‚Reißern’ loskommen. Fünfzig Jahre später wird im Jahresbericht für 2007 ein Zugang von 4.676 gemeldet. Ob darunter „Reißer“ sind, ist unbekannt.


KW 10 / 6. März 2008

Noch vor der Meldung über die „Neueinrichtung eines eigenen Bezirksnotariats Gerlingen“ werden im „Gerlinger Anzeiger“ vom 21. März 1958 Eltern und Erziehungsberechtigte der Jahrgänge 1955 und 1956 aufgerufen, die Kinder gegen Kinderlähmung impfen zu lassen. Das staatliche Gesundheitsamt in Leonberg weist darauf hin, dass „unter gewissen Voraussetzungen  u n e n t g e l t l i c h  drei Injektionen" erhältlich sind.

KW 9 / 28. Februar 2008

Heute vor genau 50 Jahren am 28. Februar 1958 meldete der „Gerlinger Anzeiger“ ein freudiges Ereignis. Die Hebamme Emma Stutz sei zugezogen. Voraussetzung dafür war eine „Niederlassungserlaubnis des Landratsamtes“. Diese war nur unter erheblichen Bedenken erteilt worden,  weil „bisher über 75% der Gerlinger Kinder in auswärtigen Kliniken geboren“ wurden und den Gemeinden  eigentlich nur bei 60 Geburten eine Hebamme zustand.
Aber Gerlingen peilte damals den 10.000 Einwohner an. Im Jahr 1957 wurden 172 Geburten in Gerlingen gezählt, davon 41 im Ort. Übrigens: 50 Jahre später im Jahr 2007 kamen auch 172 „Gerlinger“ zur Welt, darunter aber keine einzige Hausgeburt

KW 8 / 21. Februar 2008

Über eine große Schneeschmelze wird im „Gerlinger Anzeiger“ vom 21. Februar 1958 berichtet. Die Folge war eine „Hangrutschung zwischen Reifleweg und Panoramastraße“. Die Straße hoch zur Schillerhöhe war „ernsthaft gefährdet“. Die Kosten für „eisenbewehrte Stützmauern“ werden auf 250.000 DM geschätzt. Für Lastwagen über 5 Tonnen wurde eine sofortige Sperrung der Panoramastraße angeordnet.

KW 7 / 14. Februar 2008

Vor kurzem erfuhr die deutsche Öffentlichkeit, dass die Mamas und Papas zwischen Flensburg und Oberstdorf für ihren Nachwuchs im Jahr 2007 am häufigsten Leon und Hannah gewählt
haben. Bei den Mädchen folgten Leonie und Lena, bei den Jungs Lukas und Luca. Ganz anders das Gerlinger Ergebnis. Laut Standesamt erreichte unter der Schillerhöhe der Name Maximilian (9) die Spitzenplatzierung, gefolgt von Marcel (5) und Colin (3). Die beliebtesten Mädchennamen waren Charlotte (10), Mara (9) und Elisa (7).
Und im Jahr 1958, dem Jahr der Stadtwerdung? Damals war bei Mädchen Sabine, Petra und Gabriele bundesweit schwer in Mode. Für Jungen wurden die Namen Thomas, Michael und Andreas am häufigsten gewählt. Beim Blättern durch die Rubrik „Geburten“ im Gerlinger Anzeiger vom Juni 1958 taucht der Name Thomas bei den Neugeborenen drei Mal auf. Also waren die Gerlinger schon damals „up to date“.

KW 6 / 7. Februar 2008

In seiner ersten Sitzung nach der Stadterhebung befasste sich der Gerlinger Gemeinderat am 2. Juli 1958 mit der Wasserversorgung, die Bürgermeister Eberhard als „sehr ernste und wichtige Frage“ bezeichnet. „Güstigstenfalls“ beträgt damals die Schüttung aus eigenen Quellen 25 Liter pro Sekunde. Wenige Tage später am 16. Juli 1958 folgte der Beschluss zum Anschluss an die Bodensee-Wasserversorgung, die bis heute der Stadt 70 Sekundenliter garantiert.

KW 5 / 31. Januar 2008

Fast vierzig Wohnhäuser,  Scheunen und Schuppen standen einst da, wo heute Rathaus, Stadthalle und Hallenbad das Gerlinger Stadtbild ausmachen. Viele Gebäude hatten damals keinen Keller, weil in dem  Gebiet das Grundwasser den Bauherren keine andere Wahl ließ.
Bei einer Vorbesprechung im Heimatpflegeverein für das Jubiläumsjahr 2008 hatte Eberhard Köble den Vorschlag unterbreitet, nicht nur Bilder und Pläne zu zeigen, „Da wäre ein Modell der Gebäude doch eigentlich viel anschaulicher“, meinte der Diplomingenieur in Sachen Maschinenbau. Und mir nix dir nix wurde er für zwei Jahre zum „Modell-Stadtbaumeister“ ehrenhalber.
Als Vorlage dienten alte Stadtpläne und Bilder, Beschreibungen von Gerlingen, die bis ins Jahr 1866 zurückreichten, sowie Luftaufnahmen und Gespräche mit Zeitzeugen. Selbst Akten der Feuerversicherung gaben wertvolle Hilfestellung. Begonnen wurde Ende 2005. Zwei Jahre später war das Modell fertig, das heute im Rathaus einen Blickfang darstellt. Zur besseren Orientierung sind auf die Glasvitrine die Umrisse der heute vorhandenen Gebäude eingezeichnet.

KW 4 / 24. Januar 2008

Jahresrückblicke im Fernsehen und in Zeitschriften erscheinen immer früher. Die letzten Wochen können nicht mehr abgewartet werden. Der „Jahresbericht der Stadtverwaltung Gerlingen“ nimmt sich diese Zeit. Inzwischen zum 33. Mal. Seit Ende dieser Woche ist die 288 Seiten starke Dokumentation für interessierte Bürgerinnen und Bürger an der Rathauspforte erhältlich.
Die erste Ausgabe einer solchen Bestandsaufnahme gab’s im  Jahr 1975. Damals reichten 25 Seiten, um das die Aktivitäten einer Stadtverwaltung Gerlingen schwarz auf weiß festzuhalten. Das  Aussehen des Jahresberichts hat sich verändert. Der Umfang hat zugenommen. Fotos – inzwischen in Farbe – sind ein fester Bestandteil. Die Berichte der einzelnen Abteilungen nehmen einen immer größeren Raum ein. Und der Jahresrückblick in Gerlingen wirft einen Blick auf 
a l l e  365 Tage des Jahres.

KW 3 / 17. Januar 2008

Das „Gerlinger Bürgermeister-Urgestein“ Wilhelm Eberhard hatte 1957 noch einen Antrag auf staatliche Mittel aus dem „Ausgleichsstock“ gestellt. Denn Gerlingen war damals noch arm wie die sprichwörtliche Kirchenmaus. Pro Kopf betrug die Steuerkraft gerade mal 60 DM. Mit Stolz verwies Bürgermeister Brenner beim Neujahrsempfang 2008, dass sich diese Zahl auf 1500 erhöht hat – und heute wird in Euro gerechnet.

KW 1/2 / 10. Januar 2008

Ein riesiges Banner mit Logo ziert seit Jahresbeginn den Rathauseingang. Jede(r) soll wissen: Die Stadt Gerlingen wird 50 Jahre alt. 1958 verlief alles im noch etwas kleineren Rahmen. Im „Gerlinger Anzeiger“ wurde am 5. September des Jahres der Stadtwerdung versprochen: „Ca. 5000 Papierfähnchen mit unseren Orts- und Landesfarben werden rechtzeitig ausgeteilt“.

Änderungsdatum 22.12.2008 11:06
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