Lehrmittel für die Umwelterziehung
(Bericht aus dem Gerlinger Anzeiger vom Oktober 2006)
Dem Arbeitskreis Energie der Lokalen Agenda 21 Gerlingen ist die Bewusstseinsförderung in Bezug auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit ein besonderes Anliegen. Er unterstützt deshalb auch Gerlinger Schulen mit Lehrmitteln, die mithelfen können, Schülern die Wichtigkeit der Schonung von Ressourcen, der Ökologie, der Nachhaltigkeit usw. verständlich zu machen. Diese Lehrmittel werden finanziert aus dem Erlös von Altpapiersammlungen, die der Arbeitskreis schon seit Jahren etwa alle vier Monate durchführt – das nächste mal am 17. / 18. November. Das gesammelte Papier - das sind Zeitungen, Zeitschriften, alte Bücher, Hefte usw. aber kein Karton - wird direkt an eine Papierfabrik zur Herstellung von Recyclingpapieren geliefert.
Am 11. Oktober hat der Arbeitskreis Energie Lehrmittel an drei Schulen übergeben:
Die Waldschule und die Breitwiesenschule erhielten je ein Experimentier-Set, mit dem die Kinder selber z. B. aus Zeitungspapier Recyclingpapier herstellen können. Die Kinder erfahren bei diesen Experimenten den Unterschied zwischen Frischfaser- und Recyclingpapier und lernen dabei auch, dass für die Herstellung von Recyclingpapier viel weniger Energie und Wasser verbraucht wird als für die Herstellung von Frischfaserpapier. Solche Experimente sollen dazu beitragen, das Umweltbewusstsein bei den Kindern und vielleicht auch in deren Familien zu fördern. Der Arbeitskreis würde sich freuen, wenn auf diese Weise auch die Verwendung von aus Recyclingpapier hergestellten Schulheften oder Recycling-Druckerpapier gefördert würde. Der Arbeitskreis Energie wünscht den Kindern und den Lehrkräften viel Spaß damit und viele Ideen für Verwendung und Gestaltung der selbst gemachten Papiere.
Der Gerlinger Realschule wurde ein Experimentierkoffer übergeben, der eine Menge Versuchsgeräte enthält, z.B. Solarzellen, einen kleinen Elektromotor, Teile für die elektrolytische Zerlegung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff sowie für die Versuche notwendige Messgeräte. Mit den Versuchen soll das Bewusstsein gefördert werden, dass eigentlich hinter allem, was sich bewegt, die Sonne als Energiespender steht und dass die Solarenergie ein Teil der Energieversorgung von morgen sein muss.
Experimentieren mit Photovoltaik ist eine interessante Sache. Der Arbeitskreis Energie wünscht den Schülern und den Lehrkräften viel Phantasie, Erfindergeist und Freude bei Versuchen mit den neuen Geräten – so wie in der Pestalozzi-Schule, die vor zwei Jahren den gleichen Experimentierkoffer erhielt. Vielleicht fallen ihnen nach diesen Versuchen die vielen auf Dächern installierten Solaranlagen noch mehr auf – und auch die vielen Dächer, auf denen die Solaranlage noch fehlt…
