
24-Stunden-Hausnotrufdienst
Sicherheit im Notfall - Angebote für kranke und ältere Menschen in Gerlingen
Eine wahre Geschichte
Frau Seidler, geboren 1921, lebt seit 12 Jahren alleine in ihrer Wohnung. Seit zwei Jahren hat sie in ihrer Wohnung ein Hausnotrufgerät von der Sozialstation. Frau Seidlers Rufe zur Zentrale waren meist zur Probe. Doch eines nachts geriet Frau Seidler in Not. Plötzlich wurde der Handsender, den sie immer umhängen hat, lebensrettend für sie.
Frau Seidler ging, wie jeden Abend, gegen 21.30 Uhr zur Toilette. Sie war im Sessel eingenickt und wollte sich eben bettfertig machen. Weil sie etwas verschlafen und daher unsicher beim Laufen war, stolperte sie über die kleine Schwelle zum Bad.
Sie fiel auf die Knie und prellte sich die Hüfte am Badewannenrand. Sie blieb auf der Seite liegen und hatte starke Schmerzen. Sie versuchte aufzustehen, was ihr jedoch nicht gelang. Sie drückte rasch den Funkknopf. Kurze Zeit nach der Auslösung des Notrufs sprach ein Mitarbeiter am anderen Ende der Telefonleitung sie mit Namen an und erkundigte sich nach dem Grund des Rufes. Doch selbst wenn kein Sprechkontakt gegeben wäre, würde die Notrufzentrale reagieren. Frau Seidler jedoch konnte Angaben über ihren Sturz und die starken Schmerzen machen.
In Absprache mit Frau Seidler wurde gemäß des vereinbarten Alarmplanes zunächst die Nachbarin verständigt, die den angeforderten Sanitätern die Tür hätte öffnen können. Die Nachbarin war nicht zu Hause, daher verständigte die Zentrale die Sozialstation, die ebenfalls im Besitz eines Schlüssels für die Haus- und Wohnungstür war.
Nach 15 Minuten trafen sowohl die Sozialstation mit dem Schlüssel, als auch der Krankenwagen ein. Der Mitarbeiter der Notrufzentrale blieb bis zur Ankunft der Mitarbeiterin der Sozialstation in ständiger Verbindung mit Frau Seidler.
Selbstständig bleiben: Hilfe auf Knopfdruck
Ein Hausnotrufgerät besteht aus zwei Teilen, der Notrufstation und einem Funksender. Die Notrufstation steht zum Beispiel in der Nähe des Telefons oder in dem Zimmer, in dem Sie sich häufig aufhalten. Mit der roten Taste können Sie einen Alarm auslösen. Den Funksender tragen Sie am Handgelenk oder wie eine Halskette, der Sender hat die Größe einer Münze. Am Funksender können immer einen Alarm auslösen, egal, wo in Ihrem Haus Sie sich aufhalten, auch im Garten. Das Gerät wählt über den Telefonanschluss zur Hausnotrufzentrale, die 24 Stunden am Tag an sieben Tagen pro Woche mit Fachpersonal besetzt ist. In der Notrufzentrale ist eine Liste von Telefonnummern hinterlegt, die angerufen werden sollen, wenn Sie einen Notfall haben, zum Beispiel Angehörige oder die Sozialstation. Je nach Situation wird bei Notrufauslösung sofort die Polizei oder der Rettungsdienst benachrichtigt, die Sozialstation informiert, ein Angehöriger angerufen oder einfach nur ein Gespräch geführt. Wenn Sie einen Notruf auslösen, können Sie mit dem Mitarbeiter in der Notrufzentrale sprechen wie mit einem Telefon. Das Mikrofon im Hausnotrufgerät hört Sie auch, wenn Sie im Nebenzimmer sprechen. Wenn Sie sich nicht mehr sprachlich verständigen können, erkennt der Mitarbeiter der Hausnotrufzentrale trotzdem, dass Sie einen Alarm ausgelöst haben.
Wer braucht ein Hausnotrufgerät?
Hausnotrufgeräte sind nicht nur für pflegebedürftige Menschen gedacht. Gerade diejenigen, die gesund sind, sollten Vorsorge treffen. Ein Sturz in der Wohnung – das kann jeden treffen. Wenn Sie alleine leben, wenn manchmal tagelang niemand zu Ihnen kommt, wenn das Treppensteigen schwer fällt oder wenn Sie schlecht sehen, können Sie mit einem Notrufsystem sicherer leben oder Ihre Selbstständigkeit wahren.
Auch wer einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatte oder an einer chronischen Krankheit leidet, gehört zu dem Personenkreis, der über einen Anschluss an ein Hausnotrufsystem nachdenken sollte.
In Deutschland sind 75 % der Nutzer von Hausnotrufsystemen nicht pflegebedürftig.
Kosten und Pflegeversicherung
Ein Hausnotrufgerät inklusive Service kostet im Monat 35,80 Euro. Der Service umfasst die 24-Stunden- Bereitschaft eines Mitarbeiters der Sozialstation, die Verwahrung eines Schlüssels im Schlüsseltresor der Sozialstation, eine 24-Stunden-Reaktionszeit bei technischen Problemen mit dem Hausnotrufgerät und die Vermittlung von Hilfsangeboten bei Bedarf.
Die Pflegekassen zahlen auf Antrag 50 % der monatlichen Gebühr. Für die Installation und Einweisung in das Gerät berechnen wir 40,92 Euro einmalig, davon übernimmt die Pflegekasse 25 %.
Die Pflegekassenzahlungen werden nicht auf das Pflegegeld angerechnet.
Pflegedienstleistung und Mitarbeiter der Sozialstation beraten Sie gerne, insbesondere auch zu unserem zahlreichen Zubehör.
Ihre Ansprechpartner
Sabine Hilbert, Nicole Lohmann
Pflegedienstleitung
Telefon (0 71 56) 205-367
hilbert@sozialstation-gerlingen.de
lohmann@sozialstation-gerlingen.de
Susanne Mertens, Susanne Nagy-Schneider
Einsatzleitung Nachbarschaftshilfe
Telefon (0 71 56) 205-372
mertens@sozialstation-gerlingen.de
nagy-schneider@sozialstation-gerlingen.de
Meta Aden, Karin Thurm
Abrechnung und Mitgliederbetreuung
Telefon (0 71 56) 205-346 oder -365
aden@sozialstation-gerlingen.de
thurm@sozialstation-gerlingen.de
Telefax (0 71 56) 205-341
Hauptstraße 40
70839 Gerlingen
www.gerlingen.de
Sie erreichen uns persönlich täglich von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr und nach Vereinbarung auch außerhalb der Bürozeiten.
Für unsere Patienten sind wir über unsere Notrufnummer rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche erreichbar.

