Gerlinger Seniorenarbeit
Die Gerlinger Seniorenarbeit wird seit über 10 Jahren geprägt von der Stelle Beratung im Alter und Bürgerschaftliches Engagement. Unter dem Motto: "Information und Beratung an einer Stelle über alle Fragen im Zusammenhang mit Altern, Gesundheitsvor- und nachsorge, Pflege und Behinderung" macht diese Stelle mit einem umfangreichen Informations- und Beratungsangebot auf sich aufmerksam. Ein Schwerpunkt war zunächst die Begleitung der Ehrenamtlichen beim Aufbau des Bürger-Treffs, als einer mittlerweile in Gerlingen etablierten Institution, wo man Gleichgesinnte finden kann, um vielerlei Aktivitäten gemeinsam zu unternehmen. Den Bewohnerinnen und Bewohnern der Wohnanlage Schillerstr. – Betreutes Wohnen – dient die Beratungsstelle seit Beginn 1998 als Ansprechpartnerin. Sie war an der Konzeption der Wohnanlage beteiligt.
Neben Information und Beratung rund um das Alter ist ein Schwerpunkt der Tätigkeit die Sorge um Hochbetagte und psychisch Kranke und deren Angehörige. Schon 1993 wurde eine Außenstelle des Betreuungsvereins gegründet und ehrenamtliche Betreuer nach dem Betreuungsgesetz geworben, fortgebildet und begleitet. Seit 2000 gibt es den Arbeitskreis Gerontopsychiatrie, der sich 2004 in AK "Würde im Alter" umbenannt hat.
Der AK lädt ein zu Podiumsdiskussionen, Vorträgen, Seminaren, z. B. zum Umgang mit Menschen mit Demenz und er beteiligt sich an Gottesdiensten zum Welt Alzheimertag. Der AK möchte mit diesen Aktivitäten und der Umbenennung die Vorstellung in Gerlingen präsent halten, dass auch Ältere und Älteste, kranke, pflegebedürftige und behinderte Menschen und solche mit Demenz sich in Gerlingen wohlfühlen sollen und dass Ihnen allen Würde zu eigen ist – wie allen anderen auch. Bei diesen Aktivitäten und Impulsen geht es immer auch darum, die Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen bekannt zu machen. www.pflege-charta.de.
„Die Würde des Menschen sollte nicht immer nur, wie bisher üblich, von den Kranken und Schwachen, sondern auch wieder von den Gesunden her bedacht werden, denn ‚Die Schwachen und Kranken zu schützen, ist die Würde der Gesunden’. Diesen Satz meißelten die Angehörigen der NS Ermordeten des Landeskrankenhauses Wehnen / Oldenburg in das von ihnen am 1. 9. 2001 eröffnete Mahnmal.“ Dieses Zitat findet sich in Klaus Dörner: „Leben und Sterben da wo ich hingehöre“. Paranus Verlag der Brücke Neumünster 2007, S.18.

„Miteinander älter werden“
Am 15. Januar 2010 waren die Gerlingerinnen und Gerlinger aufgefordert in den Sitzungssaal des Rathauses zu kommen, zur Auftaktveranstaltung von „Miteinander älter werden“, einer generationenübergreifenden
Alten(hilfe)planung unter aktiver Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.
Es entstanden Arbeitsgruppen in den 4 Gerlinger Stadtteilen – Mitte, Siedlung, Gehenbühl und Schillerhöhe. Aus allen Stadtteilen haben sich 2 weitere AGs zusammen gefunden. Die eine hat sich mit der Frage, ob es in Gerlingen einen Stadtseniorenrat geben soll beschäftigt und wird, falls ja, dessen Bildung vorbereiten. Die andere erarbeitet eine „Infobroschüre 60 +“. Diese Broschüre soll Angebote, die auch für Senioren interessant sind, aus den Bereichen Kirche, Sport, Kultur, Vereine enthalten und genauso z. B. Bringdienste (nach Hause Lieferungen von Einkäufen), bzw. Dienstleister, die auch nach Hause kommen, z. B. Friseure, Fußpflege, bzw. „fahrende Einkaufsläden“ (Obst und Gemüse), etc.
Die Arbeitsgruppen freuen sich über Mit-DenkerInnen und Mit-Macherinnen.
Greifen Sie also zum Telefon.
Amt für Jugend, Familie und Senioren
Rathausplatz 1
70839 Gerlingen
Tel.: 07156/205-105 oder -106 Fax: 07156/205-380
Leitung: Stefan Fritzsche
