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Städtepartnerschaften

 

Drei lebendige Städtepartnerschaften sowie eine Städtefreundschaft existieren mit

Vesoul (Frankreich) seit 1964 

Übernachtungsmöglichkeiten in Vesoul
Ansprechpartnerin im Rathaus Gerlingen für Vesoul:
Anja Frohnmaier, Tel. 07156/205-244
E-Mail-Kontakt
Alle Städtepartnerschaften zwischen Kommunen in Baden-Württemberg und Frankreich
Französisch-Stammtisch im Bürgertreff

Bienvenue à Gerlingen!



Tata (Ungarn) seit 1987
Ansprechpartnerin im Rathaus Gerlingen für Tata:
Anja Frohnmaier, Tel. 07156/205-244 
E-Mail-Kontakt

  Üdvözöljük Gerlingenben!


Seaham (England) seit 1988
Ansprechpartnerin im Rathaus Gerlingen für Seaham:
Andrea Löhle, Tel. 07156/205-244 
E-Mail-Kontakt

 Welcome to Gerlingen!

 

Stadt Gefell im Vogtland.
Seit über 40 Jahren bestehen Kontakte zwischen den Kirchengemeinden beider Städte.
Diese Städtefreundschaft wurde 2008 in einem Freundschaftsvertrag zwischen den Stadtverwaltungen noch einmal besiegelt
Ansprechpartnerin im Rathaus Gerlingen für Gefell:
Anja Frohnmaier, Tel. 07156/205-244  E-Mail-Kontakt



1969 hat die Stadt Gerlingen die Patenschaft über die Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn übernommen.
Die Ungarndeutschen waren in den 50er und 60er Jahren ganz wesentlich am Aufbau der aufstrebenden jungen Stadt Gerlingen beteiligt. Heute sind sie vollkommen in das städtische Leben integriert.
Die jährlichen "Ungarndeutschen Kulturtagungen" in Gerlingen haben inzwischen Tradition.
Das dreißigjährige Jubiläum der Patenschaft wurde 1999 gefeiert..
s.a. "
Neuer Pester Lloyd" - "die deutschsprachige Zeitung in Ungarn"
Ansprechpartnerin im Rathaus Gerlingen für die LdU
Elke Siegle, Tel. 07156/204-245 E-Mail-Kontakt



Wie Gerlingen Europapolitik macht:

Die Ehrenplakette gehört allen Bürgerinnen und Bürgern

Starke Fundamente für eine europäische Sichtweise sind gelegt

Am 30. Juli 1999 erhielt Gerlingen die Ehrenplakette des Europarates. Nur sieben Kommunen oder Gebietskörperschaften gehörten europaweit 1999 zu diesem erlauchten Kreis, darunter auf deutscher Seite Frankfurt/Oder und der Kreis Unna. Gerlingen also in bester Gesellschaft.
Albrecht Sellner, inzwischen Bürgermeister im Ruhestand, meinte bei der Verleihung: "Diese Plakette gehört allen Gerlinger Bürgern". Sein Nachfolger Georg Brenner kann auf feste Fundamente bauen, wenn es darum geht, die Gerlinger "Europapolitik" der vergangenen Jahrzehnte fortzusetzen und kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Seit 1964 besteht eine Städtepartnerschaft zwischen Gerlingen und der französischen Departement-Hauptstadt Vesoul in der Franche Comté.
Noch bevor der Eiserne Vorhang fiel wurde 1987 der Kontakt mit
Tata (Ungarn) aufgebaut.
Ein Jahr später folgte dann die bis heute andauernde Liaison mit der nordenglischen Hafenstadt
Seaham. Doch offizielle Verträge und Absichtserklärungen sind noch lange kein Garant für eine lebendige Politik.
Die Gerlinger wollen und sollen die Partnerschaft hautnah erleben.

Natürlich wird den Gästen bei Ausflügen das "Ländle" von seiner besten Seite gezeigt. Heute aber ist das Programm für die Besuchergruppen aus den Partnerstädten längst mehr als nur die Aneinanderreihung touristischer Highlights. Zwar fließt der Neckar fast vor der Haustür vorbei, Heidelberg ist auch nicht weit und gute Trollinger-Tropfen gibt's gleich am Ort.
Aber wer in Gerlingen für ein paar Tage seine Bleibe sucht, beginnt diese Stadt zu schätzen und zu lieben. Den traditionellen Straßen- und Musikfesten fehlt ohne die Freunde aus Seaham etwas.
Dem Solitudelauf geben die Athleten aus Tata und Vesoul internationales Flair.
Ausstellungen im Rathaus mit Gobelins aus Ungarn und Karikaturen aus England sind selbstverständlich geworden.

Für die Stadtverwaltung bedeuten die Aktivitäten ein gerüttelt Maß an Mehrarbeit. Da ist der Gang zum Optiker mit einem Gast, dessen Brille bei einer Stocherkahnfahrt bei Tübingen über Bord ging, nur eine Kleinigkeit. Der Grünplanungsreferent der Stadt verlagert kurzzeitig für den Bau eines Stadtgartens
in Tata sein Büro in ungarische Gefilde. Erzieherinnen wechseln im Austausch über den Rhein ihr Tätigkeitsfeld.
In vielen Fällen gibt die Stadt aber nur noch die Initialzündung für das Geschehen. Denn der Motor läuft inzwischen auch ohne glühende Telefone der Verwaltungen rund. Zwar gibt es wie mit Vesoul regelmäßig gemeinsame Kommissionssitzungen, bei denen nach den Schnittpunkten französischer und deutscher Kommunalpolitik gesucht wird. Viel wichtiger aber bleibt der Kontakt auf unterer Ebene.

Ganz wesentliche Voraussetzung dafür ist die Unterbringung der Gäste in Gerlinger Familien. Wenn dann zweimal im Jahr ganze Busse aus Seaham eintreffen, dann gleicht das Hauptamt zeitweilig mehr einem Reisebüro als einer Verwaltungsbehörde. Aber die Mühe lohnt sich, denn Gerlinger und Gäste lernen sich am gemeinsamen Frühstückstisch am besten kennen.

Aber selbst die Gastronomen profitieren von der Partnerschaft, sind sie doch auf den Geschmack gekommen. Wer sich für die Küche der Gastländer interessierte, der wurde bei einer französischen, ungarischen oder Seahamer Woche gut bedient.

Partnerschaftliche Bindungen: Für Gerlingen sind das inzwischen weit mehr als gemeinsame Konzerte und Feierlichkeiten. In den Adressdateien für die Einladungen finden sich schon lange neben Gerlinger Namen auch die der Freunde aus dem Ausland. Und wenn ein Auszubildender aus Tata einen Praktikumplatz beim schwäbischen Partner sucht, dann hilft die einheimische Wirtschaft weiter. Speziell für solche Fälle stehen von städtischer Seite aus zwei sogenannte "Partnerschaftswohnungen" zur Verfügung, die nur selten leer stehen.
Eine "willkommene Folge" der länderübergreifender Kontakte: Nach dem Orkan "Lothar" kam ein Liefervertrag zwischen einem elsässischen Sägewerk und der Stadt zustande, die ein Riesenareal Wald ihr eigen nennt. Und die "Messe 2000", stolze Heerschau des Gerlinger Handwerks und Gewerbes, fand unter großer Beteiligung der Partnerstädte statt.

Gerlingen ist ganz offiziell Mitglied des deutsch-französischen Instituts in Ludwigsburg, der deutsch-ungarischen Gesellschaft in Stuttgart und der deutsch-englischen Gesellschaft in Bonn. Schon lange sind wir die Patenstadt der Landsmannschaft der Ungarndeutschen für ganz Baden-Württemberg. Denn viele Gerlinger und Gerlingerinnen haben ungarische Wurzeln, haben doch ihre Vorfahren nach dem Krieg in dem damaligen kleinen Dorf Gerlingen ihre neue Heimat gefunden. Ein Verein der "Freunde für Tata" ist Ausdruck der engen Beziehungen zu dem Nachbarn im Osten.

Sichtweise für morgen

Regelmäßige Beziehungen zum Ausland gehören in Gerlingen einfach dazu. Der Gemeinderat steht dahinter. Die Bürger machen mit. Weil Gerlinger Missionare im 19. Jahrhundert in Afrika Spuren hinterließen und dort großen Eindruck machten, wird der Kontakt mit dem Kroboland in Ghana aufrecht erhalten. Im Sommer 1999
weilte König Nene Sackitey II. unter der Schillerhöhe. Projekte der Entwicklungshilfe wurden angestoßen.
Mit einer Schule im Oberen Galiläa gibt es seit 1997 ganz offiziell Verbindungen. Für das thüringische Gefell leistete Gerlingen nach der Wende schwäbische Amtshilfe und heute gehören die Freunde in Ostdeutschland dazu wie eben die Partner im Ausland.

Die Ehrenplakette konnte der Alterspräsident des Europarates, Monsieur Louis Jung, einem damals sichtlich stolzen Bürgermeister Albrecht Sellner überreichen - krönender Abschluss einer Schultes-Karriere, die im Schwäbischen ihre Ursprünge hatte, aber stets europäisch weiterdachte. Der damalige Minister
im Staatsministerium, Christoph E. Palmer, meinte bei dem Festakt in der vollbesetzten Halle vor mehr als  tausend Bürgern: "In Gerlingen ist man immer den Weg des 'Aufbaus Europas von unten' gegangen. Die Begegnung zwischen den Menschen hat immer im Vordergrund gestanden."

Gerlingen hat seit mehr als dreißig Jahren nicht nur einen Blick über den Tellerrand geworfen. Die partnerschaftlichen Aktivitäten ermöglichen inzwischen eine neue Sichtweise auf die europäische Einigung.

Änderungsdatum 23.01.2012 16:56
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