Geschichte der Bücherei

Vom Büchereischrank zum Haus der Medien

1952: Der Büchereischrank in der Dachkammer der Pestalozzi-Schule mit etwa 450 Büchern war der Neubeginn einer öffentlichen Bücherei in Gerlingen. Der Buchbestand war nicht systematisch zusammengestellt – er bestand überwiegend aus Geschenken sowie aus dem verbliebenen Bestand der Vorkriegsbücherei, und setzte sich hauptsächlich aus erzählender Literatur für Erwachsene und in geringem Umfang auch für Kinder zusammen. Trotz des bescheidenen Angebots nutzten viele diese kulturelle Einrichtung.

1957: Die starke Frequentierung der Bücherei und ein erweitertes Angebot ließen die Dachkammer bald aus allen Nähten platzen. Ein neues Domizil fand die Bücherei im Untergeschoss der Pestalozzi-Schule, im heutigen Tonraum. Es gab einen separaten Eingang und der Raum wurde mit offenen Regalen, Tischen und Stühlen bibliotheksgerecht eingerichtet.

Man fing an, durch Buchkäufe den Bestand systematisch aufzubauen und über Kataloge zu erschließen. Ergänzend zu den immer wichtiger werdenden Sachbüchern wurden einige Zeitschriften angeboten.

1967: Der Umzug ins Untergeschoss des Neuen Rathauses war ein besonderes Ereignis für die Gerlinger Stadtbücherei. Zum ersten Mal bezog sie Räumlichkeiten, die speziell für die Bücherei gestaltet wurden. Eine bibliothekarisch sinnvolle Aufstellung der Bücher war jetzt möglich. Erweiterte Öffnungszeiten luden viele Bürgerinnen und Bürger ein, die Bücherei zu nutzen.

Als 1970 die Benutzungsgebühren abgeschafft wurden, erlebte die Bücherei einen regelrechten Boom. Ebenfalls in diesem Jahr wurde ein neues Verbuchungssystem eingeführt mit Buchkarten für jedes Buch und Leseausweisen für jeden Benutzer. Mit diesem Verfahren arbeitet die Bücherei bis heute.

Der Buchbestand wurde vor allem im Sachbuchbereich ständig erweitert. Dazu kamen allgemeine Nachschlagewerke und weitere Zeitschriften. Schon bald musste durch Anschaffung weiterer Regale dem gewachsenen Bestand Rechnung getragen werden.

1987 wurden zum ersten Mal „Non-Print-Medien“, d. h. in diesem Fall Kassetten (Hörspiele für Kinder, Lieder, Literaturkassetten für Erwachsene) angeboten. Die Ausleihzahlen in diesem Bereich waren überdurchschnittlich hoch und zeigten, dass eine Bücherei durch solche Angebote an Attraktivität gewinnt.

1991: Nachdem sich der Buchbestand von 1967 bis 1991 vervierfacht hatte, konnte die Raumnot den Lesern nicht länger zugemutet werden. Deshalb wurde die Bücherei um einen Raum im 2. UG des Rathauses und um die freigewordenen Räume des Stadtarchivs erweitert. Endlich konnten die Bücher wieder übersichtlich und inhaltlich sinnvoll aufgestellt und das Zeitungs- und Zeitschriftenangebot verbessert werden.

Nun war auch genügend Platz, um Spiele in den Bestand aufzunehmen. Die Richtigkeit dieser Maßnahme wurde durch die starke Nachfrage bestätigt. Dem Wunsch vieler Benutzer, auch Musikkassetten oder CDs in den Bestand aufzunehmen, konnte mangels räumlicher und technischer Voraussetzungen nicht entsprochen werden. Ohne diese weit verbreiteten Medien war für die Gerlingern Stadtbücherei ein Stillstand abzusehen.

1998: Die Stadtbücherei bezieht ein neues Gebäude, das eigens für sie geplant und errichtet wurde. Es bietet ausreichend Platz für einen breit gefächerten Buchbestand und alle technischen Voraussetzungen für ein vielfältiges modernes Medienangebot.

Quelle: Bild- und Textdokumentation anlässlich der Eröffnung der Stadtbücherei Gerlingen, 1998 (Dipl.-Bibl. (FH)  Ulrike Born)

Stadtbücherei

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